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Xiaomis Mega-IPO floppt

Xiaomis Mega-IPO floppt
Foto: Börsenmedien AG
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DER AKTIONÄR 29.06.2018, 16:06 ‧ DER AKTIONÄR
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Der Börsengang des Apple-Rivalen lief nicht wie erwartet. Die Aktien konnten mit 17 Hongkong-Dollar nur am unteren Ende der Emissionsspanne an den Mann gebracht werden. Die Bewertung von Xiaomi fällt mit 54 Milliarden somit deutlich niedriger aus, als ursprünglich angedacht.

Laut Bloomberg platzierte das Unternehmen aus Peking insgesamt 2,18 Milliarden Aktien zum Preis von 17 Hongkong Dollar (umgerechnet ca. 2,17 US-Dollar). Die Preisspanne, zu welcher sogenannte große „Cornerstone Investors“ zeichnen konnten, lag bei 17 bis 22 Hongkong Dollar. Zu den Investoren zählen neben der chinesischen Investmentfirma Hillhouse Capital (Order in Höhe von ca. 600 Millionen US-Dollar), die US-amerikanische Gesellschaft Capital Group Cos. (500 Millionen US-Dollar) und der Starinvestor George Soros (Orderhöhe unbekannt).

Ein Kurs am unteren Ende der Preisspanne bedeutet ein KGVe für 2019 von 23. Zum Vergleich: Apple wird mit einem KGVe von 14 deutlich günstiger bewertet. Der Analyst James Yan sieht die Bewertung von Xiaomi kritisch: „Die äußerst geringen Margen im Hardwarebereich ziehen die Bewertung für potentielle Investoren signifikant nach unten. Ich erwarte, dass Xiaomi mehr in die Smartphone-Sparte und deren internationale Expansion investieren wird. Daneben braucht das Unternehmen Geld, um seine Stellung in Märkten wie Indien zu verbessern. Der Kampf an all diesen Fronten ist sehr kapitalintensiv.“

Dass die Analyse zu kurz greift, zeigt die Selbstwahrnehmung des Unternehmens. Denn Xiaomi sieht sich nicht nur als Hardwareproduzent, sondern als Internetkonzern, für den die Erlöse aus dem Verkauf von Hardware nur ein Teil des Geschäftsmodells sind. Wichtiger wird in Zukunft der Cashflow aus Videoangeboten und Finanzdienstleistungen sein. Dass das Geschäftsmodell aktuell gut funktioniert, zeigt das Umsatzwachstum von 67 Prozent in 2017 im Vorjahresvergleich (Apple: 6,3 Prozent).

Am 9. Juli soll der Handel an der Börse in Hongkong beginnen. Der AKTIONÄR empfiehlt, die Aktie zu beobachten. Mutige Anleger können mit einer kleinen Position einsteigen.

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