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03.09.2019 Nikolas Kessler

Wirecard: War das erst der Anfang?

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Wirecard

Keine fünf Monate ist es her, dass Wirecard und Softbank ihre strategische Partnerschaft verkündet haben. Mit drei Unternehmen aus dem Softbank-Kosmos konnte Wirecard seitdem bereits Kooperationsvereinbarungen unterzeichnen. Und im Portfolio der Japaner warten noch viele weitere Hochkaräter. Der Beginn einer fruchtbaren Kooperation?

Im April haben Wirecard und Softbank eine strategische Partnerschaft verkündet: Der japanische Tech-Konzern stieg über eine Wandelschuldverschreibung mit rund 900 Millionen Euro bei dem Zahlungsspezialisten ein. Zudem wurde eine Memorandum of Understanding (MoU) zur Zusammenarbeit im Bereich digitaler Paymentlösungen unterzeichnet.

„Dies beinhaltet, dass die Softbank Group Wirecards geografische Expansion nach Japan und Südkorea unterstützt und zugleich die Zusammenarbeit mit den globalen Portfoliogesellschaften der SoftBank Group für digitale Payments, Analytics/AI sowie innovative digitale Finanzdienstleistungen ermöglicht“, hieß es damals in einer Pressemitteilung.

Erste Kooperationen stehen bereits

Mit drei Portfolio-Unternehmen von Softbank ist sich Wirecard bereits einig geworden – der Auto1 Group, der Hotelkette OYO und Brightstar. Das Beteiligungsportfolio enthält darüber hinaus jedoch noch weitere hochkarätige Unternehmen und Start-ups, mit denen der Zahlungsabwickler anbandeln könnte.

Softbank

Zum Stichtag 30. Juni haben die Japaner insgesamt 83 Investments ausgewiesen. Über den milliardenschweren Visions Fund und den Delta Fund ist Softbank an zahlreichen Marktführern beteiligt, darunter prominente Namen wie Uber, Slack und WeWork.

Darüber hinaus ist Softbank an zahlreichen Start-ups beteiligt, die hierzulande zwar nicht so bekannt, aber nicht minder spannend sind – etwa der südostasiatische Fahr-und Lieferdienst Grab, der chinesische Uber-Rivale Didi oder der US-Essenslieferdienst Doordash.

Spannend: Einige Softbank-Beteiligungen wie Uber und Get Your Guide nutzen bei der Zahlungsabwicklung derzeit allerdings die Dienste des niederländischen Wirecard-Rivalen Adyen. Der Konkurrenzkampf in der Branche könnte dadurch weiter angefacht werden.

Wirecard (WKN: 747206)

Trotz zahlreicher neuer Kunden und der Hoffnung auf weiter Erfolge aus der Softbank-Partnerschaft konnte sich die Wirecard-Aktie in den vergangenen Wochen nicht aus dem Seitwärtstrend befreien. DER AKTIONÄR bleibt jedoch auf mittlere und lange Sicht positiv gestimmt und setzt auch im Aktien-Musterdepot weiterhin auf Wirecard.

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