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13.04.2015 Werner Sperber

Wirecard: Hurra, ein Rückschlag; Börsenwelt Presseschau II

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Wirecard

Die Fachleute der Capital-Depesche verweisen auf die Zahlen von Wirecard für das vergangene Jahr: Die Summe der über die eigene Internet-Plattform abgewickelten Geldtransaktionen stieg um 28,5 Prozent auf 34,3 Milliarden Euro. Der Umsatz des Konzerns erhöhte sich um knapp ein Viertel auf 601 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte um 37 Prozent auf 172,9 Millionen Euro zu. Das Management schlägt vor, die Dividende von 0,12 Euro für das Jahr 2013 auf 0,13 Euro je Aktie zu erhöhen. Weil sich die Anleger mehr von der Ausschüttung erhofft hatten, sank der Aktienkurs. Der Vorstand bestätigte allerdings die Ziele für das laufende Jahr. Demnach soll sich das Wachstum des EBITDAs etwas verlangsamen und 210 bis 230 Millionen Euro erreichen. Das KGV für dieses Jahr beträgt 33 und für das nächste Jahr 26. Das Management ist jedoch für vorsichtige Prognosen bekannt. Rückschläge nach Gewinnmitnahmen wie dieser waren stets gute Einstiegsgelegenheiten und so dürfte es auch dieses Mal sein. Der Stoppkurs sollte bei 29,50 Euro gesetzt werden.

Buchtipp: Die Geschichte der Spekulationsblasen

Eigentlich sind wir alle ziemlich schlau. Nur das mit dem Geld klappt nicht so recht … und manchmal geht es sogar richtig schief. Doch warum nur? Mit „Die Geschichte der Spekulationsblasen“ macht sich John Kenneth Galbraith, einer der ganz großen Ökonomen des 20. Jahrhunderts, auf die Suche nach der Antwort. Und er sucht an den richtigen Stellen – den Finanz­katas­trophen der letzten vier Jahrhunderte: der Tulpenmanie des 17. Jahrhunderts, der Südseeblase im 18. Jahrhundert, den Hochrisiko-Anleihen im 20. Jahrhundert. Mit Geist und Witz erklärt Gal­braith die psychologischen Mechanismen hinter diesen Blasen … damit der Leser sie durchschaut und sich dagegen wappnen kann. Dieses Meisterwerk zum Thema Finanzpsychologie war vergriffen und wird nun im Börsenbuchverlag wieder aufgelegt.

Autoren: Galbraith, John Kenneth
Seitenanzahl: 128
Erscheinungstermin: 19.03.2020
Format: Hardcover
ISBN: 978-3-86470-677-6