Eine Wimper braucht für einen Schlag 100 Millisekunden. In dieser Zeit haben Hochfrequenzrechner an der Börse längst reagiert und News erkannt, bewertet sowie Orders platziert. In einem Umfeld, das stark von politischen Schlagzeilen geprägt ist, sorgt vor allem US-Präsident Donald Trump für Bewegung. Erst Drohungen gegen den Iran, dann versöhnliche Töne – die Märkte reagieren heftig. Aktien schießen nach oben, Ölpreise brechen ein.
Der Konflikt zeigt einmal mehr, wie schwer berechenbar Trump für die Börsen ist. Während Zölle schnell wieder zurückgenommen werden können, gilt das für militärische Auseinandersetzungen nicht. Trump steckt in der Falle: Steigende Ölpreise könnten Inflation und Zinsen nach oben treiben und sogar eine Rezession auslösen – das wäre schlecht für die Zwischenwahlen im Herbst.
Die Chancen auf ein zeitnahes Ende des Irankriegs haben sich zuletzt verbessert. DER AKTIONÄR stellt in der Titelstory (ab S. 16) gleich 5 Aktien vor, die im Zuge des Konflikts stark unter Druck geraten sind und im Falle einer Entspannung einen ordentlichen Rebound hinlegen sollten.
Weitere Themen im Heft:
Feiner Sand, große Gewinne
Jetzt wird Geld im Sand verdient: Die steigenden Ölpreise bringen die Fracking-Industrie in den USA wieder in die Spur. Und dieser kleine Zulieferer steht dadurch kurz davor, richtig zu zünden. (S. 12)
Gefragte Alternative
Die Aktie des Biosprit-Herstellers gehört seit dem Beginn des Irankriegs zu den stärksten Werten auf dem deutschen Kurszettel. Und die Chancen stehen gut, dass die Rally weitergeht. (S. 32)
KI: Paradies für alle oder Armut?
Leben wie Gott in Frankreich: Bringt die Künstliche Intelligenz Hand in Hand mit Humanoiden einen historischen Sprung des Wohlstandes – oder droht Armut und Arbeitsplatzverlust? (S. 36)
Kampf der zweiten Reihe
Verteidigung bleibt ein heißes Thema für Anleger. Mit Vincorion und Gabler sind zwei neue Player an der Börse. DER AKTIONÄR beleuchtet die Neulinge und ordnet die Lage in Deutschlands zweiter Reihe ein. (S. 42)
Kugelsicher? Von wegen
Defensive Aktien sollen in Krisen stabilisieren. Seit Beginn des Irankriegs passiert das nur bedingt. Ölpreis, Hormus-Risiko, Inflation und Zinsdruck treffen selbst die Klassiker. (S. 48)
Heute, 19:00