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Arm steigt 13 Prozent nach Chip‑Ansage – Nvidia ist raus

Arm steigt 13 Prozent nach Chip‑Ansage – Nvidia ist raus
Foto: Neil Hall/Reuters
Arm Holdings plc. -%
Lukas Meyer Heute, 14:13 Lukas Meyer

Der britische Chipdesigner Arm sorgt zur Wochenmitte für Aufsehen. Die Aktie legt im vorbörslichen Handel um rund 13 Prozent zu. Auslöser ist eine strategische Wende, die weit über ein neues Produkt hinausgeht. Anleger reagieren prompt – doch die Details zeigen ein deutlich komplexeres Bild…

Arm Holdings verzeichnet am Mittwoch einen kräftigen Kurssprung. Vorbörslich geht es für die Aktie des an der Nasdaq gelisteten Unternehmens um rund 13 Prozent nach oben. Auslöser ist die Vorstellung des ersten eigenen Prozessors.

Konkret hat Arm mit dem sogenannten AGI CPU einen Chip für KI-Inference vorgestellt. Dabei geht es um die Anwendung bereits trainierter Modelle in Rechenzentren. Genau hier steigt die Nachfrage seit Monaten deutlich. Zu den ersten Kunden zählen laut Unternehmen unter anderem Meta, OpenAI, Cloudflare und SAP.

Arm greift an

Die finanziellen Ziele sind ambitioniert. Vorstandschef Rene Haas stellte einen Umsatz von 15 Milliarden Dollar allein mit diesem Chip bis zum Jahr 2031 in Aussicht. Zum Vergleich: Im Geschäftsjahr 2025 lag der Gesamtumsatz bei rund vier Milliarden Dollar. Insgesamt peilt Arm langfristig 25 Milliarden Dollar Umsatz und einen Gewinn je Aktie von neun Dollar an.

Damit vollzieht der Konzern einen tiefgreifenden Strategiewechsel. Bisher verdiente Arm vor allem an Lizenzgebühren für seine Architektur. Künftig will das Unternehmen selbst Chips verkaufen und tritt damit in direkte Konkurrenz zu bisherigen Partnern. Dazu zählen unter anderem Amazon, Microsoft, Nvidia und Alphabet.

Nvidia ist raus

Nvidia hatte Arm im dritten Quartal 2025 noch als größte Einzelposition im Portfolio gehalten. Laut veröffentlichten 13F-Daten besaß Nvidia rund 1,1 Millionen Aktien. Im vierten Quartal wurde die Beteiligung jedoch vollständig verkauft.

Analysten sehen die Entwicklung als Einschnitt. Citi spricht vom größten Strategiewechsel in der Unternehmensgeschichte. Die in Aussicht gestellten Erlöse liegen deutlich über bisherigen Erwartungen. Laut Unternehmen soll die Bruttomarge bei rund 50 Prozent liegen.

Trotz der positiven Reaktion bleiben Risiken. Mit dem Einstieg in die Chipproduktion verändert sich die Kostenstruktur. Gleichzeitig steigt die Konkurrenz im eigenen Kundenkreis. Ob große Cloud-Anbieter langfristig auf Arm als direkten Lieferanten setzen, ist offen.

Arm Holdings (WKN: A3EUCD)

Charttechnisch bleibt die Lage angespannt. Die Aktie hatte in den vergangenen Monaten deutlich korrigiert. Entscheidend wird, ob der GD200 bei 138 Dollar nachhaltig zurückerobert werden kann.

DER AKTIONÄR bleibt bei seiner Einschätzung. Der Strategiewechsel ist weitreichend, die Erwartungen sind hoch. Die Aktie ist keine laufende Empfehlung. Anleger setzen im Chipsektor weiterhin auf Intel – die Aktie ist inzwischen zur größten Einzelposition im Nvidia-Portfolio aufgestiegen. Anleger, die dem Tipp gefolgt sind, habe ihren Einsatz mittlerweile verdoppelt.

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