Die Comebacks nach Corona
06.01.2021 Jürgen Dreifürst

WANT-Index mit Alibaba, Tencent und Co: Gute Aussichten

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WANT Index

Der Dezember war für den WANT-Index kein guter Monat. Der Index – bestehend aus den vier chinesischen Internet-Giganten Weibo, Alibaba, Netease und Tencent – notierte zum Jahresende hin wieder unter der charttechnisch wichtigen 200-Tage-Line. Nach nur drei Handelstagen im neuen Jahr hat es der Index wieder über die markante Linie geschafft. Wie geht es weiter?

Die Nachrichtenlage speziell für Alibaba und Tencent könnte besser sein. Jüngstes Beispiel ist ein Erlass von Donald Trump der darauf abzielt, chinesische Apps zu verbieten, die Geschäfte in den USA tätigen.  Trump untersagte am Dienstag per Erlass Geschäfte mit den Apps Alipay von Alibaba sowie QQ Wallet, Tencent QQ und WeChat Pay vom Tech-Riesen Tencent. Allerdings mit dem üblichen Aufschub von 45 Tagen. Das Weiße Haus erklärt das Vorgehen mit der Befürchtung, dass China die über sie erhaltenen Daten von amerikanischen Bürgern und Unternehmen missbrauchen könne.

Betroffen sind hier auch Anwendungen von Alibaba und Tencent. Der Markt ignoriert allerdings das Vorhaben des US-Präsidenten, beide China-Aktien notieren im Hongkonger Handel im Plus.

Die Schweizer Großbank Credit Suisse ist für die Aktie des Spiele-Anbieters sehr positiv gestimmt. In einem Jahresausblick wird Tencent als Topinvestment im chinesischen Internetsektor genannt. Das Analystenurteil ist „outperform“ mit Kursziel 735 Hongkong-Dollar. Aktuell notiert die Aktie bei 596 HKD.


Chart WANT-Index


Fazit: Die jüngsten Nachrichten zu den chinesischen Internet-Giganten dürften im WANT-Index eingepreist sein. Mit Amtsübernahme von Joe Biden werden die Störfeuer aus der USA eher nachlassen. Der Index könnte somit eine Aufholjagd starten.

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Herr Bernd Förtsch, Verleger und Eigentümer der Börsen¬medien AG, hält mittelbar eine wesentliche Beteiligung an der flatex AG, deren Tochtergesellschaft flatex Bank AG unter der Marke flatex Online-Brokerage betreibt. Die flatex Bank AG erhebt für den Handel in Finanzinstrumenten in der Regel von ihren Kunden Ordergebühren. Die flatex Bank AG hat mit Morgan Stanley, Goldman Sachs, Société Générale, UBS, Von¬tobel, BNP Paribas und HSBC eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, wonach diese Institute den Status eines bevorzugten Partners von Hebelprodukten (Exchange Traded Products) haben und von ihnen emittierte Hebelprodukte durch die flatex Bank AG angeboten werden, die Kunden ohne oder mit reduzierten Ordergebühren handeln können. Die flatex Bank AG erhält in diesem Zusammenhang von Morgan Stanley, Goldman Sachs, Société Générale, UBS, Vontobel, BNP Paribas und HSBC Vergütungen für den Vertrieb dieser Finanzinstrumente.

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