14.02.2017 Andreas Deutsch

Walt Disney: Diese Marken muss die 3.500-Prozent-Aktie jetzt nehmen

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Disney
Trendthema

Nach einer starken Aufwärtsbewegung befindet sich die Aktie von Walt Disney nun im Konsolidierungsmodus. Für Börsenprofi Jim Cramer eine Top-Kaufchance – für den AKTIONÄR sowieso.

Jim Cramers Urteil ist eindeutig: „Walt Disney ist wohl die Aktie aus dem Unterhaltungssektor mit dem geringsten Risiko aller Zeiten.“ Der Kult-Börsenmoderator begrüßt es sehr, dass Disney-Chef Bob Iger an der Spitze des Konzerns bleiben möchte. „Iger macht es den Investoren schwer, sich von ihren Disney-Aktien zu trennen. Man muss dann mit dem unangenehmen Gefühl leben, dass man schon wieder einen Blockbuster verpasst. Oder die Eröffnung des nächsten großen Themenparks. Oder die nächste Sportübertragung.“

War die Disney-Aktie monatelang Underperformer, sieht der Markt Walt Disney seit einiger Zeit genau wie Cramer. Seit dem Tief im Oktober bei 90,32 Dollar ist die Aktie zuletzt auf 111,99 Dollar gestiegen, bevor sie etwas zurückgekommen ist.

Nun geht es zunächst darum, die Marke von 111,99 Dollar zu knacken. Gelingt dies, wartet als nächster Widerstand das 5-Jahres-Hoch bei 122,08 Dollar. Wird auch diese Marke überwunden, hätte die Aktie ein neues Allzeithoch erklommen und damit ein sehr starkes Kaufsignal generiert.

Klarer Kauf

Disney ist ein Top-Unternehmen, das eine absolut positive Zukunft vor sich hat. Die Themenparks und das Filmgeschäft laufen eh top, nun sieht es so aus, als ob auch ESPN die Kurve kriegt. Iger will ESPN flexibler machen und damit vor allem mehr junge Menschen ansprechen. Die Zukunft für ESPN heißt: viel mehr online. Ergo: Disney hat seit 1974 3.490 Prozent zugelegt und den S&P 500 klar geschlagen. Trotz der Super-Performance bleibt die Aktie ein klarer Kauf.

Wie Hochfrequent-Trader die Börse in ein Kasino verwandelt haben

Am 6. Mai 2010 hielt die Finanzwelt den Atem an: Binnen sechs Minuten verlor der S&P 500 sechs Prozent an Wert. Der Dow Jones Industrial Average büßte sogar über neun Prozent ein. Es wurde vermutet, dass ein Börsenhändler sich um mehrere Zehnerpotenzen vertippt und damit eine Verkaufs­lawine ausgelöst hatte. Dieser „Flash Crash“ warf ein Schlaglicht auf das neue Marktumfeld, welches durch die zunehmende Computerisierung des Börsenhandels geprägt ist. Stichwort: Hochfrequenz-Trading. Jim McTague beschreibt in seinem Buch, wie technikbesessene Trader sowie überforderte und ahnungslose Regulierungsbehörden aus dem Aktienmarkt ein Spielkasino gemacht haben. Ein gravierendes Problem daran ist: Der Aktienmarkt kann seine klassische Funktion, aufstrebende, innovative Unternehmen mit dem Kapital inte­ressierter Anleger zu versorgen, nicht mehr in der bisherigen Form wahrnehmen. Wer die veränderte Börsenlandschaft verstehen und wissen will, wie er in Zukunft sein Geld anlegen kann, sollte dieses Buch lesen.