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16.11.2018 Michael Schröder

VW geht in die Elektro-Offensive: "Günstiger sein als Tesla" - Aktie fällt

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Volkswagen zieht Konsequenzen aus dem Diesel-Desaster. Der Autobauer will sich zu einem E-Auto-Konzern wandeln – und dabei günstiger sein als Tesla. Dazu greifen die Wolfsburger tief in die Tasche. In den nächsten fünf Jahren sollen 44 Milliarden Euro in die Elektromobilität, das autonome Fahren, Mobilitätsdienste und die Digitalisierung investiert werden. Die DAX-Aktie reagiert verhalten.

Volkswagen investiert in die Zukunft. Alle Details zur E-Offensive gibt es hier. Die angekündigten Investitionen entsprechen laut VW rund einem Drittel der geplanten Gesamtausgaben des Konzerns bis 2023. „Wir fokussieren uns mit unseren Investitionen auf die Zukunftsfelder der Mobilität und setzen unsere Strategie konsequent um“, sagte Konzernchef Herbert Diess.

Der Angriff auf Tesla beginnt in Zwickau. Die Fabrik in Sachsen mit ihren knapp 8.000 Beschäftigten wird für VW zum Symbol einer neuen Zeit. Oliver Blume, Mitglied des Vorstands der Volkswagen AG, verantwortlich für den Bereich Konzern Produktion, sagte: „Wir haben die strategischen Leitplanken neu definiert, an denen wir unsere Werkbelegung zukünftig ausrichten. Wir machen unsere Werke fit für die Zukunft. Dafür werden wir unter anderem markenübergreifende Produktfamilien bündeln, um maximale Synergien und Kostenvorteile zu nutzen. So schöpfen wir das Potenzial des Volkswagen Konzerns voll aus.“

Man habe sich das Ziel gesetzt, das Innovationstempo zu erhöhen, ergänzt Diess. Um die geplante Ausweitung der Produktion von Elektroautos abzusichern, hat VW mit den koreanischen und chinesischen Zulieferern SKI, CATL, LG Chem und Samsung strategische Lieferanten für seine neuen Elektroautos der I.D.-Familie definiert, die auf der Basis eines einheitlichem Modularen-Elektro-Baukasten gebaut werden sollen. „Wir werden günstiger sein als Tesla“, verspricht der Konzernchef.

Die VW-Aktie fiel nach der Veröffentlichung der Details zur E-Offensive zurück und rutschte auf den tiefsten Stand seit Ende Oktober. Die Kursschwäche wird mit den Aussagen Diess' zur operativen Marge. Der Firmenlenker sieht sie auch in den kommenden Jahren bei rund sieben Prozent. Es sei aber sehr harte Arbeit, diese zu erreichen.

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Die Aktie befindet sich seit Anfang des Jahres im Abwärtstrend. Im Bereich um 135 Euro hat der Kurs dabei eine erste Unterstützungszone ausgebildet. Auf dem Weg nach oben müsste der Widerstand bei 155 Euro nachhaltig überwunden werden, im Anschluss hätte die Aktie Luft bis 175 Euro. Bietet die Unterstützung bei 135 Euro keinen Halt, könnte sich die Talfahrt der Aktie noch einmal Richtung 120 Euro beschleunigen. Das Fazit von heute Vormittag hat auch nach den Details zur E-Offensive Bestand.

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