Volkswagen: Zwei neue Kaufempfehlungen

Volkswagen: Zwei neue Kaufempfehlungen
Foto: Volkswagen
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Jochen Kauper 02.05.2025, 13:05 Jochen Kauper

Volkswagen ist schwach ins Jahr 2025 gestartet. Der Autobauer kämpft mit steigenden Kosten und geopolitischen Risiken. Ergebnis: Die Marge ging in die Knie. Dennoch sehen Jefferies und Warburg Research für die Aktie Potenzial nach oben.


Volkswagen hat im ersten Quartal 2025 einen Gewinneinbruch erlitten. Das EBIT ging um 37 Prozent auf 2,87 Milliarden Euro zurück. Die operative Marge sank von 6,0 auf 3,7 Prozent. Damit liegt Volkswagen unter der selbst angestrebten Jahreszielspanne von 5,5 bis 6,5 Prozent. Immerhin den Umsatz steigerten die Wolfsburger um knapp drei Prozent auf 77,6 Milliarden Euro. In Summe verfehlte VW die Erwartungen der Analysten allerdings deutlich.

Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender von Volkswagen, und der Leiter des VW-Werks Wolfsburg, Uwe Schwartz, nehmen an einer Betriebsversammlung am Hauptsitz des Unternehmens in Wolfsburg teil
Quelle: Ronny Hartmann/AFP POOL/picture alliance/dpa
Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender von Volkswagen

Dennoch gab es im Anschluss an die Zahlen zwei Kaufempfehlungen für die VW-Aktie. Die endgültigen Zahlen zum ersten Quartal hätten wenig Überraschungen gebracht, schrieb Analyst Fabio Hölscher von Warburg Research. Der Ausblick habe Bestand, liege aber am unteren Ende der Zielspanne. Sein Kursziel lautet 139 Euro belassen.

Auch Jefferies blieb optimistisch. Die Margenprognose habe der Autobauer bestätigt, aber eher das untere Ende der Zielspanne avisiert, schrieb Analyst Philippe Houchois in einer Studie. Mögliche Folgen von Importzöllen seien darin aber noch nicht berücksichtigt. Sein Kursziel lautet 130 Euro.

weißer VW ID.7 von vorne links
Quelle: Volkswagen AG
VW ID.7

Fakt ist: VW muss die Taktfrequenz deutlich erhöhen, um den Anschluss an die innovativen chinesischen Hersteller wie BYD, Xiaomi und Co herzustellen. Diese rollen in enormer Geschwindigkeit neue Modell aus. Auf der Shanghai Motor Show vor wenigen Tagen gab VW einen ersten Einblick in die neuen Modelle für den chinesischen Markt.


„VW arbeitet sowohl von der Batterieseite als auch von Halbleiterseite und IT-Seite mit wichtigen neuen Partnern zusammen, wie etwa Gotion bei Batterien oder Horizon Robotics mit den neuen Chip-Generationen „Journey 7“. Damit sind die Fahrzeuge von der Tech-Seite ebenbürtig zu BYD, Geely oder Chery und klar besser als Tesla. Die Strategie „In China for China“ war richtig. Gute Voraussetzungen einen Turnaround zu schaffen. Aber es wird nicht morgen sein, sondern es braucht noch etwas Zeit, bis die Fahrzeuge im Handel sind“, sagt Ferdinand Dudenhöffer vom CAR-Institut gegenüber dem AKTIONÄR.

Volkswagen Vz. (WKN: 766403)

VW hat schwache Zahlen geliefert. Mit den neuen Modellen in China will die ID-Familie wieder Pluspunkte sammeln. Bei der Hardware hat VW nachgezogen und sich zugleich für die softwarebasierte Mobilität gerüstet, um im Wettbewerb gegen BYD, Xiaomi und Huawei zu bestehen. Die neuen Produkte sind zwar zunächst für den chinesischen Markt vorgesehen, deuten aber bereits die künftige globale Produktstrategie an. Was Software und Infotainment angeht, so muss VW allerdings erst zeigen, dass man sich auf Augenhöhe mit den innovativen chinesischen Herstellern befindet. Ein Turnaround in China ist möglich, jedoch schwierig bei dem Angebot und der hohen Taktfrequenz von BYD oder Xiaomi, neue Modelle auszurollen.
Anleger sollten eine klare Trendwende abwarten, denn die deutschen Autokonzerne nach wie vor stehen unter Druck. DER AKTIONÄR favorisiert im Auto-Segment Ferrari und BYD. Etwas spekulativer sind Xpeng und Xiaomi.


Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Volkswagen Vz..


Enthält Material von dpa-AFX

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