Volkswagen zeigt Billig-Stromer – das ist der Plan

Volkswagen zeigt Billig-Stromer – das ist der Plan
Foto: Fabian Bimmer/REUTERS
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Marion Schlegel 05.03.2025, 07:26 Marion Schlegel

Bei Volkswagen wird es heute Abend spannend. Auf der Volkswagen Media Night in Düsseldorf präsentiert das Unternehmen um 18:30 Uhr sein neues Elektro-Einstiegsmodell. Mit der Studie ID. Every1 gibt VW hier einen ersten Ausblick auf das Modell, das um die 20.000 Euro kosten und 2027 in Serie gehen soll.

Volkswagen Vz. (WKN: 766403)

Mit dem Modell unterhalb des für 2026 geplanten ID.2all will VW seine Elektropalette nach unten abrunden und neue Kundengruppen erreichen. Ziel sei "ein erschwinglicher, hochwertiger, profitabler E-Volkswagen aus Europa für Europa", sagte Markenchef Thomas Schäfer. Eine erste Skizze des Fahrzeugs hatte er Anfang Februar auf der Betriebsversammlung in Wolfsburg gezeigt.

Die hohen Preise für E-Autos gelten als eines der größten Hindernisse für den Hochlauf der Elektromobilität. Der Autofahrerclub ADAC führte in einer Erhebung Ende 2024 nur sechs Elektromodelle auf, deren Listenpreis unter 30.000 Euro beginnt, die meisten davon nur knapp darunter. Unter 20.000 Euro kam dabei nur ein einziges Modell von Dacia. Der bisher günstige Elektro-VW ID.3 kostet derzeit nach Rabatten knapp 30.000 Euro.

Die Aktie von Volkswagen hatte sich in den vergangenen Wochen extrem stark präsentiert. Notierte das Papier Ende November 2024 noch bei unter 80 Euro, kletterte sie zuletzt bis auf 110,00 Euro nach oben. Das ist der höchste Stand bei Juni 2024. Doch am Dienstag wurde der Aufwärtsdrang jäh ausgebremst. Die US-Zölle drücken hier auf die Stimmung der Anleger. Denn diese treffen deutsche Fahrzeugbauer und Zulieferer mit Produktionsstandorten in Mexiko und Auslieferungszielen in den USA ebenfalls. Die Aktie von Volkswagen ging mit einem Minus von 4,1 Prozent aus dem Xetra-Handel. Nachbörslich auf Tradegate konnte sich das Papier aber etwas stabilisieren auf 103,60 Euro.

Der Volkswagen-Konzern treibt seine Transformation Richtung Elektromobiltät weiter voran, günstigere Modelle sind hier wichtig. Große Kurssprünge aufwärts sind unter den schwierigen Rahmenbedingungen allerdings momentan nicht zu erwarten. Längerfristig können erste neue Käufe in der Aktie aber lohnen. Spannend wird es bei Volkswagen in der kommenden Woche. Am 11. März präsentiert der Konzern seine Jahreszahlen. Unter den deutschen Autobauern favorisiert DER AKTIONÄR derzeit aber BMW und die Porsche AG.

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Volkswagen Vz., Porsche AG .

Enthält Material von dpa-AFX

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