Volkswagen: Vom Passat zum Panzer – VW bald im Rüstungsgeschäft?

Volkswagen: Vom Passat zum Panzer – VW bald im Rüstungsgeschäft?
Foto: abaca/Monasse Thierry/picture alliance/dpa
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Philipp Schleu 12.03.2025, 11:53 Philipp Schleu

Die geopolitische Lage in Europa bringt Bewegung in die Industrie – und Europas größter Autohersteller Volkswagen könnte bald eine überraschende Rolle spielen. Wie The Telegraph berichtet, hat Vorstandschef Oliver Blume in einer aktuellen Stellungnahme erklärt, dass das Unternehmen bereit sei, sich an der Produktion von Militärausrüstung für die deutsche Bundeswehr zu beteiligen. 

„Angesichts der aktuellen geopolitischen Lage halte ich die Entscheidungen, die in Deutschland und Europa getroffen werden, für absolut richtig. Wir müssen mehr investieren, um Sicherheit zurückzugewinnen“, sagte Blume am Dienstag. Konkrete Gespräche mit potenziellen Partnern aus der Verteidigungsindustrie gebe es zwar noch nicht, Volkswagen sei aber offen, „die Konzepte zu prüfen“. 

Blume betonte zudem die historische Kompetenz des Konzerns: „Wir haben das in der Vergangenheit schon gemacht. Der Volkswagen Konzern hat Automobilkompetenz und wir sind bereit, zu beraten und zu unterstützen. Meine Einschätzung dazu ist: Wenn die Option militärischer Fahrzeuge in Zukunft besteht, müssten wir uns die Konzepte genauer ansehen."

Volkswagen Vz. (WKN: 766403)

„Die Automobilindustrie hat erhebliche Überkapazitäten, die durch den Rückgang der Exporte entstanden sind“, erklärte Sander Tordoir, Chefökonom des Centre for European Reform. „Die Produktion von Rüstungsgütern könnte ein neues Standbein für die angeschlagenen Autohersteller werden.“

Tordoir sieht hier eine doppelte Chance: „Deutschland hat die Hälfte seiner Netto-Autoexporte verloren. Es gibt also genügend ungenutzte Kapazitäten, um sowohl die Produktion von Elektroautos als auch von Militärfahrzeugen hochzufahren.“

Der Schritt in die Rüstungsindustrie wäre für VW ein sicherlich aufsehenerregender. Aber wie heißt es so schön: Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Maßnahmen. Investierte Anleger bleiben weiter an Bord.

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Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Volkswagen Vz..

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