Volkswagen hat ordentliche Zahlen vorgelegt. Zwar ging der Nettogewinn 2025 von 12,4 Milliarden Euro auf 6,9 Milliarden Euro zurück, der Ausblick auf 2026 jedoch macht den Investoren Mut. Die Aktie legt zu.
Volkswagen blickt optimistisch in die Zukunft. Für 2026 stellt der Autohersteller eine operative Marge vor Zinsen und Steuern von 4,0 bis 5,5 Prozent in Aussicht. Die Analysten gingen für das laufende Jahr von 5,3 Prozent auf. Zum Vergleich: 2025 war die Rendite auf lediglich 2,8 Prozent gefallen. Abstriche müssen die Anleger jedoch bei der Dividende machen. Diese wird mit 5,26 Euro je Vorzugsaktie 17 Prozent unter dem Vorjahreswert liegen.
„Unsere Substanz ist robust, unsere Zukunftsprogramme wirken. Mit einem kräftigen finanziellen Momentum zum Jahresende haben wir unser Unternehmen weiter gestärkt“, sagte VW-CEO Oliver Blume im Rahmen der Vorlage der Zahlen.
Jose Asumendi von JPMorgan blieb nach den Zahlen bei seinem Kursziel von 110 Euro. Der Autobauer habe dank der Kernmarke VW sowie der Töchter Skoda und Audi ein insgesamt starkes Schlussquartal 2025 hinter sich, schrieb Asumendi in seiner ersten Reaktion. Geholfen hätten auch die Bemühungen für einen guten Barmittelzufluss. Der Dividendenvorschlag liege über dem von Volkswagen zur Verfügung gestellten Konsens.
Weitaus optimistischer äußerte sich nach den Zahlen Jefferies-Analyst Philippe Houchois. Der Automobilhersteller habe mit den operativen Barmitteln überrascht, schrieb Houchois. Hierzu hätten niedrigere Kapitalausgaben sowie die Auflösung von Betriebskapital beigetragen. Sein Kursziel für die Aktie lautet 140 Euro.
Gute News von Volkswagen. Der Ausblick für 2026 in puncto Marge lag am oberen Ende der Schätzungen der Analysten. Das darf allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass VW-CEO Oliver Blume jede Menge Baustellen zu managen hat. In China sind die Verkaufszahlen weiterhin im Sinkflug. Bei Elektroautos unter 25.000 Euro ist die Konkurrenz einen Schritt voraus. Die innovativen chinesischen Hersteller drängen auf den europäischen Markt, was die Situation für Volkswagen nicht einfacher macht. Charttechnisch ist das Papier noch immer angeschlagen. Erst ein Break der für den langfristigen Trend wichtigen 200-Tage-Linie bei 96,87 Euro würde das Bild verbessern und ein Kaufsignal geben.
Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand und Mehrheitsinhaber der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Bernd Förtsch, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Volkswagen Vz..
Heute, 12:05