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03.08.2015 Nikolas Kessler

Volkswagen: „Historischer Umbruch“ – wegen Apple, Google und Tesla

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Im Kampf mit dem Konkurrenten Toyota hat Volkswagen in der vergangenen Woche einen Sieg verkündet und im ersten Halbjahr 2015 mehr Autos verkauft als die Japaner. In einer Rede vor den versammelten PR-Verantwortlichen des Konzerns warnte VW-Chef Winterkorn jüngst aber vor einer weit größeren Schlacht und gab erste Einblicke, wie tiefgreifen der Konzernumbau werden könnte.

Mit ungewohnt deutlichen Worten hat Volkswagen-Chef Winterkorn die rund 350 Kommunikatoren auf die radikalen Veränderungen vorbereitet, die dem Autobauer bevorstehen. „Es gibt keinen Zweifel: Die Automobilwelt steht am Vorabend eines historischen Umbruchs“, zitiert das Handelsblatt den Top-Manager. „Beweger statt Bewahrer, Mobilitätsberater statt reiner Autobauer – das sind die Koordinaten, an denen wir uns in Zukunft ausrichten“, so Winterkorn weiter.

Bisher galten Massenhersteller wie Toyota oder General Motors als schärfste Konkurrenten um die Vormachtstellung im Autobau. Heute seien es Akteure wie Google, Apple oder Baidu, die Volkswagen die Position streitig machen wollen. „Die Digitalisierung und die Elektromobilität stellen unser etabliertes Geschäftsmodell in Frage“, warnte Winterkorn. Auch Tesla gehört zu den jungen Unternehmen, die dem Platzhirsch das Revier streitig machen wollen.

China-Geschäft trübt sich ein

Erschwerdend kommt die Abkühlung des chinesischen Automarktes hinzu, wo Volkswagen im vergangenen Jahr noch über ein Drittel aller produzierten Autos verkauft hatte. Wegen der rückläufigen Verkaufszahlen im Reich der Mitte hatte der Konzern die Jahresprognose für die Fahrzeugauslieferungen in der vergangenen Woche kassiert. Grund dafür sei der radikale Wandel beim Thema Auto, den China gerade vollzieht.

Im Oktober wird es ernst

„Die kommenden Wochen und Monate stehen unter einer großen Überschrift. Und die lautet: Veränderung“, sagte Winterkorn. Wie diese im Detail aussehen soll, wird allerdings erst im Oktober bekanntgegeben. Schon seit Längerem wird wild spekuliert, wie die zukünftige Strategie aussehen könnte, ob der Konzernvorstand verkleinert wird und wie die einzelnen Marken eigenständiger werden können.

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Abwarten

Die charttechnische Situation der Volkswagen-Aktie hat sich zuletzt deutlich verschlechtert, der DAX-Titel ist weiterhin auf der Suche nach einem tragfähigen Boden. DER AKTIONÄR bleibt daher vorerst bei seiner Halteempfehlung.


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