08.02.2017 Jochen Kauper

Vestas: Gute Zahlen, zurückhaltender Ausblick– Aktienrückkaufprogramm treibt den Kurs

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Nordex
Trendthema

Vestas-Vorstand Anders Runevad hat in den letzten Jahren einen hervorragenden Job gemacht. Durch die guten Ergebnisse in der Vergangenheit hatten die Analysten die Messlatte dementsprechend hoch gelegt. Mit den heute vorgelegten Zahlen für 2016 hat Runevad mit seinem Team einmal mehr die Erwartungen erfüllt. Bescheiden gibt sich Vestas allerdings für 2017.

Zurückhaltender Ausblick

Im abgelaufenen Jahr legte der Umsatz um 22 Prozent auf 10,2 Milliarden Euro zu. Der Überschuss kletterte um 41 Prozent auf 965 Millionen Euro zu. Die Dividende wird auf 1,31 Euro pro Aktie steigen.

Für 2017 gibt sich das Management zurückhaltend: Der Umsatz werde in einer Range zwischen 9,25 und 10,25 Milliarden Euro erwartet. Die bereinigte operative Gewinnmarge dürfte mit 12 bis 14 Prozent wohl eher unter den 13,9 Prozent von 2016 liegen.

Positiv: Vestas will für 705 Millionen dänische Kronen oder umgerechnet 95 Millionen Euro eigene Aktien zurückkaufen. Der Rückkauf startet bereits an diesem Mittwoch.

 

Zuletzt konnte Vestas mehrere neue Aufträge an Land ziehen, etwa in Dänemark und in China. Das zog auch zwei neue Kaufempfehlungen nach sich.

Halten!

Die Vestas-Aktie hat sich seit dem starken Rücksetzer nach der Wahl von Donald Trump zum US-Präsidenten wieder deutlich erholt. Sowohl die 90-Tage-Linie als auch die 200-Tage-Linie wurden geknackt. Die Zahlen und das Aktienrückkaufprogramm halfen, der Aktie neuen Rückenwind zu verleihen. Anleger halten an ihrem Investment fest! Vestas bleibt im Vergleich zu Nordex derzeit erste Wahl.