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Goldman Sachs: Starker Start – aber ein Makel drückt

Goldman Sachs: Starker Start – aber ein Makel drückt
Foto: Brendan McDermid/dpa-Picture Alliance
Goldman Sachs Group, Inc. -%
Michael Herrmann Heute, 14:05 Michael Herrmann

Goldman Sachs hat die US-Berichtssaison eröffnet. Die Investmentbank ist mit einem kräftigen Gewinnplus ins neue Jahr gestartet. Besonders der Aktienhandel glänzte. Doch in einem Geschäftsbereich musste die US-Bank einen spürbaren Dämpfer hinnehmen. Die Aktie gibt daher dennoch in der ersten Reaktion gut drei Prozent ab.

Goldman Sachs hat zum Auftakt der neuen Berichtssaison die Erwartungen übertroffen. Vor allem das Aktienhandelsgeschäft lief auf Hochtouren und bescherte der US-Investmentbank ein überraschend starkes erstes Quartal. Auch das Investmentbanking entwickelte sich besser als gedacht. Weniger rund lief es dagegen im Anleihegeschäft.

Goldman Sachs verdiente im ersten Quartal 17,55 Dollar je Aktie und damit mehr als von Analysten erwartet, die im Schnitt nur mit 16,49 Dollar gerechnet hatten. Der Gewinn stieg im Jahresvergleich um 19 Prozent auf 5,63 Milliarden Dollar. Der Umsatz legte um 14 Prozent auf 17,23 Milliarden Dollar zu und lag ebenfalls über den Erwartungen.

Besonders stark präsentierte sich einmal mehr das Handelsgeschäft. Vor allem der Aktienhandel profitierte von den anhaltenden Marktbewegungen und der hohen Aktivität institutioneller Investoren. Die Erlöse in diesem Bereich kletterten um 27 Prozent auf 5,33 Milliarden Dollar. Damit erzielte Goldman Sachs hier das beste Quartal seiner Geschichte. Rückenwind kam unter anderem aus dem Prime-Brokerage-Geschäft mit Hedgefonds sowie aus dem Handel mit Kassa-Aktien.

Schwächer lief es dagegen im Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren. Die Einnahmen im Anleihehandel sanken um 10 Prozent auf 4,01 Milliarden Dollar. Belastet wurde der Bereich laut Goldman Sachs vor allem durch deutlich niedrigere Erlöse bei Zinsprodukten, Hypotheken und Krediten.

Insgesamt bescherte das starke Handelsumfeld der Bank das zweithöchste Quartalsumsatzniveau ihrer Geschichte. Das zeigt einmal mehr, wie stark Goldman Sachs von unruhigen Märkten profitieren kann. Gerade in Phasen erhöhter Volatilität spielt die US-Bank ihre Stärken im Handelsgeschäft aus.

Mit Blick nach vorne dürfte nun vor allem entscheidend werden, wie sich die geopolitischen Spannungen und die damit verbundenen Verwerfungen an den Rohstoff-, Zins- und Devisenmärkten auf das Geschäft auswirken. Solche Unsicherheiten können das M&A-Geschäft und die Kapitalmarktaktivität von Unternehmen bremsen. Gleichzeitig sorgen sie oft für zusätzliche Dynamik im Trading.

Goldman Sachs (WKN: 920332)

Goldman Sachs liefert zum Start der Berichtssaison ab und punktet vor allem mit einem bärenstarken Aktienhandel. Die schwächeren Zahlen im Anleihegeschäft trüben das Bild zwar etwas, ändern aber nichts daran, dass der Konzern derzeit operativ stark unterwegs ist. Eine detaillierte Einschätzung zur Aktie und zum weiteren Potenzial lesen Anleger in der aktuellen Ausgabe von DER AKTIONÄR - hier direkt zum Download als E-Paper erhältlich.

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