26.03.2019 Michael Schröder

Übernahmespekulation um Osram: Entscheidung noch in dieser Woche

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Osram
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Ende Februar bestätigte Osram „vertiefte Gespräche“ mit den Beteiligungsfirmen Bain Capital und Carlyle Group, die „einen gemeinsamen Erwerb von bis zu 100 Prozent“ der Osram-Aktien erwägten. Die Prüfung der Bilanz (Due Diligence) dauert dem Vernehmen nach noch bis Ende März. Bis dahin muss dann ein Übernahmeangebot präsentiert werden – oder eben nicht. Noch ist alles offen. Doch die Uhr tickt.

Legt man aber die übliche Übernahmeprämie von 20 Prozent zugrunde, dann müsste ein Übernahmeangebot bei Osram Licht klar über 40 Euro liegen. Unterstellt man der Gesellschaft einen erfolgreichen Abschluss der laufenden Transformationsphase und eine Belebung der Umsätze samt einer nachhaltigen Steigerung der Margen, dann könnte sogar eine Fünf vor dem Komma stehen. Zur Erinnerung: Die wirtschaftliche Abkühlung trifft den Konzern im laufenden Umbau. Um die Abhängigkeit von der Automobil- und der Smartphone-Industrie zu reduzieren, soll der Fokus auf das Photonikgeschäft gelegt werden. Möglicherweise muss das Sparprogramm verschärft werden.

Laut Vorstand Olaf Berlien werde Osram ein Angebot nur dann unterstützen, „wenn es im Interesse des Unternehmens, seiner Aktionäre, Mitarbeiter und weiterer Stakeholder wie Geschäftspartner und Kunden ist“. Die nächsten Wasserstandsmeldungen in Sachen Übernahme dürften nicht mehr allzu lange auf sich warten lassen – und damit möglicherweise auch der nächste Kurssprung. Beflügelt von Übernahmespekulationen ist der Kurs bereits in der Vergangenheit immer wieder angesprungen (siehe Chart).

Angesichts der unsicheren Prognose sollten nur risikobewusste Anleger mit einer kleinen Position einen Fuß in die (Übernahme)-Tür stellen. Ein enger Stopp ist wichtig, da eine Absage von Bain Capital und Carlyle Group zu einem weiteren Rücksetzer führen könnte.