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23.06.2021 Marion Schlegel

Überflieger Hapag-Lloyd gibt weiter Gas - neue Containerschiffe

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Hapag-Lloyd

Angesichts der immensen Nachfrage nach weltweiten Seegütertransporten stockt die Reederei Hapag-Lloyd ihre Flotte um weitere sechs Großcontainerschiffe auf. Die Schiffe mit einer Kapazität von jeweils mehr als 23.500 Standardcontainern (TEU) sollen ab 2024 ausgeliefert werden und mit Flüssigerdgas (LNG) oder konventionellem Treibstoff betrieben werden können. Das teilte die Hapag-Lloyd AG am Dienstag in Hamburg mit.

Hapag-Lloyd (WKN: HLAG47)

Das Finanzierungsvolumen wird mit bis zu 852 Millionen US-Dollar angegeben. Bereits im Dezember hatte die Containerlinienreederei sechs Schiffe dieser Größenklasse bestellt. Alle Schiffe werden von der Werft Daewoo Shipbuilding & Marine Engineering in Südkorea gebaut.

"Mit diesen Neubestellungen wollen wir einen weiteren Schritt gehen, unsere Flotte zu modernisieren – sowohl bezüglich der Schiffsgröße, als auch in puncto Nachhaltigkeit", sagte Hapag-Lloyd-Vorstandschef Rolf Habben Jansen. "Zugleich möchten wir dadurch der anhaltend hohen Nachfrage nachkommen und unsere Stückkosten senken." Hapag-Lloyd zählt mit einer Flotte von 241 Schiffen und einer Gesamttransportkapazität von 1,7 Millionen TEU zu den weltweit wichtigsten Linienreedereien in der Containerschifffahrt.

Weltweit stehen alle Reedereien unter dem Druck, Emissionen zu senken. Hapag-Lloyd setzt dabei auf LNG als Zwischenlösung. Der Treibstoff senke die CO2-Emissionen um etwa 15 bis 25 Prozent und Schwefeldioxide und Partikel um mehr als 90 Prozent. "Fossiles LNG ist derzeit der am besten geeignete Brennstoff auf dem Weg zur Emissionsfreiheit", heißt es in der Mitteilung. "Mittelfristig ist das Ziel, die Schiffe mit synthetisch erzeugtem Methangas (SNG) klimaneutral zu betreiben."

DER AKTIONÄR hat die Aktie von Hapag-Lloyd in den vergangenen Monaten des Öfteren zum Kauf empfohlen. Die Aktie steigt und steigt. Am Dienstag hat das Papier bei 195,00 Euro ein neues Rekordhoch markiert. Anleger lassen die Gewinne laufen, ziehen den Stopp zur Absicherung aber auf 144 Euro nach.

(Mit Material von dpa-AFX)