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TUI: Geht die Rechnung der Shortseller auf?

TUI: Geht die Rechnung der Shortseller auf?
Foto: nitpicker/Shutterstock
Tui AG -%
07.10.2024, 09:57 ‧ Carsten Kaletta

Die TUI-Aktie musste nach ihrem jüngsten Höhenflug Gewinnmitnahmen hinnehmen und hat dabei von der Sieben-Euro-Marke rund zehn Prozent zurückgesetzt. In den vergangenen Tagen ging es jedoch wieder aufwärts und der im MDAX gelistete Tourismus-Wert hat den GD200 zurückerobert. Die Leerverkäufer sind indes uneinig hinsichtlich der weiteren Kursentwicklung. 

Während nämlich Qube Research &Technologie laut Bundesanzeiger seine TUI-Leerverkaufsposition von zuletzt 0,54 auf 0,44 Prozent reduziert hat und damit unter die Offenlegungsschwelle (0,5 Prozent) fällt, stockt mit Marshall Wace ein anderer Finanz-Player auf. Die britische Investmentgesellschaft hat jüngst ihr Short-Engagement von 1,51 auf 1,7 Prozent der ausstehenden TUI-Aktien ausgebaut. 

Da auch noch weitere Hedgefonds auf fallende Kurse wetten, befinden sich laut shortsell.eu insgesamt 11,41 Prozent der (geliehenen) Aktien in Händen von Leerverkäufern. Damit gehört die TUI-Aktie zu den meist geshorteten Papieren in Deutschland. 

Die TUI-Aktie gewinnt am ersten Handelstag der Woche ein halbes Prozent auf 6,58 Euro und notiert damit wieder leicht über der für den mittel- und langfristigen Trend wichtigen 200-Tage-Linie, die aktuell bei 6,55 Euro verläuft. Das nächste Ziel auf dem weiteren Weg gen Norden wäre wieder die charttechnisch und psychologisch wichtige 7-Euro-Marke. Nach unten fungiert im Falle eines erneuten Reißens des GD200 der GD100 (aktuell: 6,34 Euro) als erste Auffangstation. Im Anschluss stünde der Bereich um 6,20 Euro als Supportzone zur Verfügung. 

TUI (WKN: TUAG50)

Ob die Rechnung der Shortseller aufgeht, ist mit Blick auf das jüngste positive Buchungsupdate von TUI und des bestätigten Ertragswachstums von 25 Prozent (DER AKTIONÄR berichtete) fraglich. Auch die hohe Verschuldung – als das stets große Verkaufsargument – dürfte angesichts des hohen Cashflows weiter sinken, was geringere Finanzkosten zur Folge hat. 

Zuletzt hat sich jedoch das Sentiment für Tourismus-Werte aufgrund der Eskalation im Nahost-Konflikt eingetrübt. Die Aktie verbleibt daher weiterhin auf der Watchlist. Allenfalls erfahrene Trader und Anleger mit Kurzfrist-Perspektive können auf eine Fortsetzung der jüngsten (Erholungs-)Bewegung spekulieren. 

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