05.04.2019 Maximilian Völkl

Top-Gewinner SMA Solar: Crash vorbei – startet jetzt die nächste Rallye?

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SMA Solar
Trendthema

Mit einem Plus von gut fünf Prozent führt die Aktie von SMA Solar den HDAX am Freitag an. Ende März war der Solartitel nach schwachen Zahlen und einem hohen Verlust noch deutlich abgestürzt. Inzwischen hat der SDAX-Wert den Großteil des Minus aber wieder aufgeholt. Geht es so weiter, gibt es bald wieder ein Kaufsignal.

175,5 Millionen Euro machte SMA 2018 Minus. Trotz der nach wie vor hohen Nettoliquidität hat das den Zweiflern neue Nahrung gegeben, die in Frage stelle, dass der Solarkonzern nachhaltig profitabel arbeiten kann. Da prominente Beispiele wie Conergy oder Solarworld bereits in der Vergangenheit gezeigt haben, wie schnell die Highflyer der Solarbranche wieder auf den Boden der Tatsachen zurückfallen, sind die Sorgen durchaus angebracht.

Die starke Erholung der letzten Tage zeigt aber auch, dass Licht am Ende des Tunnels erkennbar ist. In der Solarbranche deutet sich eine nachhaltige Trendwende an. Die Überkapazitäten von einst scheinen inzwischen abgebaut, die nicht nachhaltige staatliche Einmischung haben die Konzerne verdaut. SMA will mit seinem Solar-Wechselrichtergeschäft davon profitieren. Neue Trends wie Smart Home, Systeme für Batteriespeicher oder Elektroautos sorgen zudem für Fantasie.

2019 droht bei SMA zwar noch einmal unter dem Strich ein Verlust, ab 2020 erwarten die Experten aber, dass wieder rentabel gearbeitet wird. Der Vorteil: Auch im schwachen abgelaufenen Geschäftsjahr war zumindest der Absatz stabil. Ziehen die Preise nun wieder an, profitiert SMA entsprechend stark. Zumal in Zeiten der Energiewende die Bedeutung von Solarenergie weiter zunimmt und ihre Kosten gleichzeitig sinken.

Neueinsteiger warten auf Kaufsignal

Keine Frage: Die Zahlen waren schwach, der hohe Verlust enttäuschend. Doch die Aktie ist noch oberhalb des Stoppkurses des AKTIONÄRs bei 17,00 Euro wieder nach oben gedreht. Wer dabei ist, bleibt weiter an Bord. Neueinsteiger warten noch ab. Ein neues Kaufsignal gibt es erst, wenn die Aktie das Jahreshoch bei 24,10 Euro überwinden kann – oberhalb dieser Marke wäre der Weg für weitere Kursgewinne dann frei.