03.12.2015 DER AKTIONÄR

Top-Gewinner E.on: Deshalb steigt die Aktie

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DAX
Trendthema

Die Aktie von E.on ist am Donnerstag an die DAX-Spitze geklettert. Auch die Turbulenzen infolge der EZB-Sitzung haben die Stimmung nicht beeinträchtigt. Hintergrund ist eine Kaufempfehlung aus dem Hause Jefferies.

Das Analysehaus Jefferies hat E.on mit einer Kaufempfehlung und einem Kursziel von 10,50 Euro in die Bewertung aufgenommen. Die unterdurchschnittliche Entwicklung der Aktie in diesem Jahr sei übertrieben, schrieb Analyst Ahmed Farman. Die steigende Zuversicht auf stabile Gewinnbeiträge nach der Konzernaufspaltung und die Aussichten auf attraktive Dividendenzahlungen dürften das Papier nach Einschätzung des Experten beflügeln.

Haftungsgesetz kommt später

Bereits am Mittwoch wurde bekannt, dass das geplante Atom-Haftungsgesetz von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) erst später als geplant kommen wird. Auf Betreiben der Union wurde der Entwurf kurzfristig von der Tagesordnung des Wirtschaftsausschusses gestrichen. Es bestehe noch Beratungsbedarf, erklärte ein Fraktionssprecher. Dass das Gesetz wie geplant zum 1. Januar 2016 in Kraft treten kann, ist nun so gut wie ausgeschlossen.

Die Regelung soll verhindern, dass sich die deutschen Atomkonzerne durch Abspaltung ihrer Kernkraft-Sparten aus der milliardenschweren Verantwortung für Abriss der Anlagen und Endlagerung des Atommülls stehlen können. Der Aufschub wurde von der Opposition heftig kritisiert – die Experten befürchten, dass die Kosten für den Atomausstieg ohne verbindliche Regelung am Ende doch am Steuerzahler hängen bleiben.

Aktie meiden!

Die E.on-Aktie ist nach der Kaufempfehlung der Top-Gewinner im DAX. Obwohl der deutsche Leitindex infolge der EZB-Sitzung deutlich ins Minus gerutscht ist, konnte der Versorger-Titel seine Gewinne weitestgehend verteidigen.

Anders als die Analysten von Jefferies ist DER AKTIONÄR aber nach wie vor skeptisch. Die Konzernaufspaltung ist im Gange, der Erfolg steht jedoch in den Sternen. Anleger sollten die Aktie vorerst meiden.

(Mit Material von dpa-AFX)

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