ThyssenKrupp: Erwartungen übertroffen, optimistische Prognose – Beginn der Trendwende?

ThyssenKrupp: Erwartungen übertroffen, optimistische Prognose – Beginn der Trendwende?
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Maximilian Völkl 23.11.2017, 08:50 Maximilian Völkl
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Zum Abschluss der Berichtssaison hat ThyssenKrupp mit starken Zahlen zum abgelaufenen Geschäftsjahr überzeugt. Dank guter Geschäfte mit Autokomponenten und Aufzügen sowie höherer Stahlpreise wurden die Erwartungen beim operativen Ergebnis übertroffen. Der Konzern bleibt auch für das kommende Jahr optimistisch.

In dem am 30. September abgelaufenen Geschäftsjahr 2016/17 ist das bereinigte operative Ergebnis (EBIT) um fast ein Drittel auf 1,9 Milliarden Euro gestiegen – angepeilt waren 1,8 Milliarden Euro. Unter dem Strich stand allerdings ein Verlust von 649 Millionen Euro, nachdem im ersten Halbjahr 900 Millionen Euro auf das mittlerweile verkaufte brasilianische Stahlwerk abgeschrieben werden mussten. Dank der Kapitalerhöhung im vierten Quartal sowie dem Brasilien-Verkauf konnten dafür die Nettofinanzschulden deutlich von 3,5 auf 2,0 Milliarden Euro gesenkt werden, auch die Eigenkapitalausstattung hat sich verbessert.

Zuversicht herrscht auch für das kommende Jahr. Die gute operative Entwicklung soll sich fortsetzen, beim bereinigten EBIT erwartet ThyssenKrupp 1,8 bis 2,0 Milliarden Euro. Auch der Jahresüberschuss soll deutlich positiv sein. Helfen könnte dabei weiterhin der Umbauprozess. Bereits in diesem Jahr wurde hier ein EBIT-Betrag von 930 Millionen Euro eingespart. 2017/18 sollen weitere 750 Millionen Euro gespart werden. Im Fokus steht dabei die angepeilte Stahlfusion mit Tata. Hier muss der Konzern allerdings noch eine Lösung mit den Arbeitnehmern finden, die nach wie vor vehement gegen einen Zusammenschluss sind.

Quelle: Börsenmedien AG

Stopp beachten

Die Geschäfte bei ThyssenKrupp laufen. Aufgrund des anhaltenden Widerstands gegen die Stahlfusion ist die Aktie zuletzt allerdings unter Druck geraten. Für eine nachhaltige Gegenbewegung wäre es wichtig, Fortschritte bei den Gesprächen mit den Arbeitnehmern zu erzielen. Langfristig bleibt der DAX-Titel aussichtsreich. Investierte Anleger sollten aber das Chartbild beobachten und den Stoppkurs bei 20,80 Euro im Blick behalten.

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