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Tesla: Musk lobt die Chinesen – und fürchtet sie dennoch

Tesla: Musk lobt die Chinesen – und fürchtet sie dennoch
Foto: Kovop/Shutterstock
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Michael Diertl 15.05.2024, 20:00 ‧ Michael Diertl
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Elon Musk hat am Mittwoch China und seine Fertigungs- und Infrastrukturkapazitäten gelobt. Der Tesla-CEO begrüßte allerdings auch, dass die USA erst einen Tag zuvor die Zölle auf chinesische Elektrofahrzeuge vervierfachten. Kein Wunder, schließlich ist sein Unternehmen ein großer Profiteur der Maßnahme und auch die Aktie legte dadurch zu.

"China ist großartig. Diejenigen, die nicht dort waren, haben keine Ahnung", schrieb Musk auf X (ehemals Twitter).

Der CEO reagierte damit auf den Tweet eines Tesla-Enthusiasten, der die Ironie der Tatsache hervorhob, dass die USA sich einerseits auf China für die Fertigung verlassen, doch andererseits die Zölle auf in China hergestellte Elektrofahrzeuge erhöhen und damit die Risiken für heimische EV-Hersteller erhöhen.

Präsident Joe Biden schraubte am Dienstag die Zölle auf eine Vielzahl von chinesischen Importen, darunter EV-Batterien, Stahl und Aluminium sowie Solarprodukte nach oben. Die Regierung verhängte auch einen 100-prozentigen Zoll auf in China hergestellte Elektrofahrzeuge und vervierfachte ihn damit von zuvor 25 Prozent.

"Wir werden nicht zulassen, dass China unseren Markt überschwemmt und es unmöglich macht, dass amerikanische Autohersteller fair konkurrieren", äußerte sich Biden zu der Entscheidung.

Bereits im Januar sagte Musk, dass er ein Befürworter von neuen Zöllen ist. "Ehrlich gesagt denke ich, dass, wenn keine Handelsschranken errichtet werden, sie (Anm. d. Red.: die Chinesen) die meisten anderen Autounternehmen der Welt praktisch zerstören werden."

Tesla (WKN: A1CX3T)

Kurzfristig könnten sich die zusätzlichen Zölle weiter positiv auf das Papier von Tesla auswirken. Allerdings scheint auch Musk zu verstehen, dass die chinesischen Hersteller den amerikanischen in vielen Punkten überlegen sind, andernfalls wäre er wohl kaum ein Befürworter der Handelsbeschränkungen. DER AKTIONÄR hat deshalb BYD und Nio auf seiner Empfehlungsliste und rät bei Tesla nicht zum Kauf.

Hinweis auf Interessenkonflikte
Der Vorstand der Herausgeberin Börsenmedien AG, Herr Leon Müller, ist unmittelbar und mittelbar Positionen über die in der Publikation angesprochenen nachfolgenden Finanzinstrumente oder hierauf bezogene Derivate eingegangen, die von der durch die Publikation etwaig resultierenden Kursentwicklung profitieren können: Tesla.

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