16.11.2015 Thomas Bergmann

Terror belastet DAX: Diese Marke ist jetzt wichtig!

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DAX
Trendthema

Die Terroranschläge von Paris ziehen den deutschen Aktienmarkt zum Wochenauftakt deutlich ins Minus. Kurz nach Handelseröffnung in Frankfurt notiert der DAX bei 10.636 Punkten und damit rund 0,7 Prozent im Minus. Auch in der zweiten Reihe geht es abwärts: Der MDAX verliert 0,5 Prozent auf 20.378 Zähler.

Begrenzte Auswirkungen

Die Pariser Anschläge ergäben zusammen mit fallenden Ölpreisen und einer lahmenden Konjunktur eine ungesunde Mischung für die Börsen, kommentierte ein Marktexperte am Morgen. Damit dürften aber auch die Spekulationen um zusätzliche Stützungsmaßnahmen der Europäischen Zentralbank zunehmen. Volkswirtschaftlich sollten die Auswirkungen der Tragödie von Paris begrenzt und kurzfristig bleiben, sagte Analyst Malcolm Barr von der US-Bank JPMorgan voraus.

Starke Unterstützung

Rein technisch betrachtet hätte ein Rücksetzer im DAX durchaus etwas Gutes, denn so würden sich die überhitzten Indikatoren weiter abkühlen können. Nach dem Bruch der charttechnischen Unterstützungen um 10.730 Punkte und bei 10.652 Zählern droht jetzt eine Konsolidierungsbewegung in Richtung 10.515 Punkte. Hier verlaufen das Reaktionshoch vom 9. September, die untere Gap-Kante des Oktober-Gaps sowie das wichtige 38,2%-Fibonacci-Retracement des September-Aufwärtstrends.

Solange diese wichtige Unterstützung nicht gebrochen wird, ist eine Jahresendrallye weiterhin möglich. Andererseits dürften die Anschläge von Paris viele Investoren verunsichert und zu Zurückhaltung animiert haben. Es ist daher unwahrscheinlicher geworden, dass der DAX in den verbleibenden sechs Wochen bis Jahreswechsel weit über die 11.000-Punkte-Marke hinausschießt.

Kauflimit platzieren!

Risikofreudige Anleger legen sich im Bereich von 10.500 Punkten auf die Lauer. Es empfiehlt sich beispielsweise ein Abstauberlimit von 10,00 Euro für den Turbo-Optionsschein mit der WKN DG7U6H von der DZ Bank. Wer längerfristig investieren will, sollte einen Stopp bei 10.300 Punkten platzieren.

Buchtipp: Kurzfriststrategien für Anleger

Bekannt wurde er mit Langfriststrategien. Doch in seinem neuen Buch widmet sich Börsenexperte Thomas Gebert nun Kurzfriststrategien: Wie bekommt man die kurzfristigen Bewegungen der Aktienkurse in den Griff? Der Schlüssel liegt einerseits in einer speziellen Deutung der Candlestick-Charts, mit denen sich relative Stimmungsextreme diagnostizieren lassen, und andererseits in einem bestimmten Rhythmus, in dem die Kurse schwingen. Die Kombination, auf den emotionalen Umschwung zu warten und ihn zum richtigen Zeitpunkt zu erkennen, macht es möglich, die unmittelbare Richtung des DAX einzuschätzen. Gebert erklärt zudem, wie er zu seiner überaus treffsicheren 2-Wochen-Prognose in seinem beliebten „GebertBrief“ kommt.

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