27.12.2019 Marion Schlegel

Teamviewer top, Qiagen Flop

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Teamviewer
Trendthema

Auch nach Weihnachten setzt die Aktie von Teamviewer ihren Höhenflug fort. Am Freitag klettert das Papier fast fünf Prozent und markiert bei 32,99 Euro einen vorläufigen neuen Rekordstand. Mit deutlichem Abstand auf den Plätzen zwei und drei folgen die Aktien von Compugroup und Eventim mit einem Plus von jeweils 1,7 Prozent. Nicht ganz so stark zulegen kann die Aktie des weiteren Dezember-Highflyers Delivery Hero. Hier geht es zum Wochenausklang 0,9 Prozent nach oben. Aber auch Delivery Hero konnte bei 71,16 Euro ein neues Allzeithoch markieren.

Teamviewer (WKN: A2YN90)

Am Montag, dem Tag der Aufnahme der Papiere von Teamviewer in den MDAX der mittelgroßen Börsentitel, hatten sie bereits um 2,4 Prozent zugelegt. Mit dem Aufstieg in den MDAX dürfte das Interesse institutioneller Anleger an den Aktien zunehmen. Der Börsenwert des Unternehmens beläuft sich mittlerweile auf knapp 6,4 Milliarden Euro.

Während der Höhenflug von MDax-Neuling Teamviewer anhielt und den Papieren ein neues Rekordhoch bescherte, brachen die Anteile von Qiagen um fast ein Fünftel ein. Zuvor hatte die Biotechnologie- und Gendiagnostikfirma den eigenen Verkauf abgesagt, weil die Vorstöße der Kaufinteressenten nicht überzeugend gewesen seien. Analyst Sven Kürten von der DZ Bank sieht indes das letzte Wort in der Sache noch nicht gesprochen und hält eine feindliche Übernahme für denkbar. Am heutigen Freitag sind die Papiere von Qiagen in jedem Fall der mit Abstand größte Verlierer im MDAX. Am späten Nachmittag geht es 18,8 Prozent nach unten auf 30,06 Euro.

Qiagen (WKN: A2DKCH)

DER AKTIONÄR bleibt beim MDAX-Aufsteiger Teamviewer weiter optimistisch. Allerdings sind die Papiere mittlerweile kurzfristig doch recht heiß gelaufen. Es empfiehlt sich, die Gewinne laufen zu lassen, den Stopp für die Position aber sukzessive nachzuziehen. Die Aktie von Qiagen sollte man auf die Watchlist packen. Risikobereite Anleger können auf eine feindliche Übernahme spekulieren. DER AKTIONÄR rechnet allerdings damit, dass nun vorerst Geduld gefragt ist.

(Mit Material von dpa-AFX)