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12.08.2016 Fabian Strebin

Talanx: Naturkatastrophen verhageln Bilanz

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Der Versicherungskonzern enttäuscht mit seinen Zahlen zum abgelaufenen Quartal die Anleger. Die Börse straft das Unternehmen ab und schickt den Titel ans Ende des MDAX.

Unwetter und Naturkatastrophen haben bei Talanx das Ergebnis belastet. Zwar verdiente der Konzern operativ mit 491 Millionen Euro fast 32 Prozent mehr als im zweiten Quartal 2015. Rechnet man eine Goodwill-Abschreibung in Höhe von 80 Millionen heraus, schrumpft der Gewinnzuwachs aber auf neun Prozent zusammen. Der Konzern hätte im Vergleichsquartal 2015 nur 451 Millionen Euro verdient. Auch die beeindruckende Verdreifachung des Konzernergebnisses auf 179 Millionen Euro erscheint durch Abschreibungen in einem anderen Licht. Werden die Sondereffekte berücksichtigt, ergibt sich sogar ein Rückgang um 20 Prozent. Die gebuchten Bruttoprämien konnten dagegen mit 0,6 Prozent auf 7,43 Milliarden Euro zulegen.

Jahresprognose steht

„Unter dem Strich sind wir mit dem Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr 2016 weitgehend zufrieden und optimistisch, unsere Jahresziele zu erreichen“, so Talanx-Chef Herbert K. Haas. Neben Großschäden und Naturkatastrophen nennt Haas negative Währungseffekte als belastende Faktoren für die Geschäftsentwicklung. Was er nicht erwähnt, ist der große Gegenwind an der Zinsfront. Niedrige Zinssätze drückten das Kapitalanlageergebnis um fast zehn Prozent auf nur noch 900 Millionen Euro.

Dabeibleiben

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Fundamental ist das Unternehmen mit einer Dividendenrendite von fast fünf Prozent und einem KGV von acht moderat bewertet. Charttechnisch trübt sich das Bild durch den Kurssturz von heute ein, die Unterstützung bei 25,50 Euro ist das nächste Ziel. Vom Allzeithoch bei knapp 30 Euro vom Mai diesen Jahres entfernt sich die Aktie weiter. Derzeit ist der Titel nur eine Halteposition.

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