29.07.2019 Martin Weiß

Takeaway.com bietet 6,2 Milliarden Dollar für Just Eat – Anleger sollten jetzt Grubhub im Auge behalten

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Takeaway.com
Trendthema

Mit der milliardenschweren Offerte für Justeat gerät die Fodd-Delivery-Branche mächtig in Bewegung. Der gebotene Kaufpreis erscheint fair – mit Luft nach oben, falls ein weiterer Bieter auftaucht. Anleger sollten jetzt aber den US-Konkurrenten Grubhub auf die Watchlist nehmen – die Aktie dürfte ebenfalls kräftig profitieren.

Am Ende haben aktivistische Investoren bei Just Eat ihren Willen durchgesetzt – der Food-Delivery-Riese aus Großbritannien soll an Takeaway.com für umgerechnet 6,1 Milliarden Dollar verkauft werden. Ein Deal wäre perfekt, nicht nur aus Sicht der Aktionäre, die heute einen knackigen Kursgewinn einfahren.

Just Eat (WKN: A1100K)

Die Geschäftsfelder beider Unternehmen überschneiden sich geografisch kaum, so dass ein Kauf kaum auf nennenswerten Widerstand seitens der Kartellwächter stoßen dürfte.

Ein Deal ist dennoch nicht in trockenen Tüchern und Analysten mutmaßen, dass Konkurrenten wie Uber Eats ein noch höheres Angebot für Just Eat abgeben könnten. Aus dieser Spekulation ergibt sich auch der Kursanstieg der Aktie, die aktuell deutlich über dem genannten Kaufpreis notiert.

In den USA rückt Grubhub durch die europäischen Aktivitäten in den Fokus und gewinnt kam Montag ebenfalls kräftig hinzu. Die Aktie notierte zuletzt 6,5 Prozent höher bei 79,55 Dollar. Die Altempfehlung des AKTIONÄR besitzt jedoch nicht nur spekulatives Potenzial, weil die Konsolidierungsbewegung in der Branche an Dynamik gewinnt.

Der Kaufpreis für Just Eat entspricht rund dem 30-fachen Ebitda. Bei einer entsprechend hohen Bewertung für Grubhub (Achtung: Chart in Euro) müsste die Aktie bei rund 90 Dollar notieren

Die Konsolidierung bei Food-Delivery setzt sich fort und sorgt für Bewegung bei den Aktien. DER AKTIONÄR hält an seiner positiven Einschätzung zu Grubhub fest: Kaufen!