02.11.2012 Florian Westermann

TagLikeMe: Jetzt brechen alle Dämme – was sollten Anleger jetzt tun?

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DER AKTIONÄR hat bereits mehrfach eindringlich vor der Aktie des OTC-Wertes TagLikeMe gewarnt. Inzwischen haben auch die deutschen Börsen gehandelt und die Aktie vom Handel ausgesetzt. In den USA ist der Kauf und Verkauf allerdings weiterhin möglich. Heute schmiert das Papier zeitweise um über 50 Prozent ab. Was sollten Anleger jetzt tun?

DER AKTIONÄR hat in den vergangenen Tagen mehrfach vor der Aktie des OTC-Wertes TagLikeMe gewarnt und darauf hingewiesen, dass der Titel jederzeit vom Handel ausgesetzt werden kann. Inzwischen ist dieses Horrorszenario eingetreten. Deutsche Anleger sitzen auf der quasi substanzfreien Aktie und können weder in Frankfurt oder Berlin noch in Stuttgart verkaufen. Selbst die Finanzmarktaufsichtsbehörde BaFin hat vor der Aktie gewarnt und die Börse OTC Markets hat auf mögliche Interessenskonflikte, insbesondere im Hinblick auf Spam-Kampagnen oder Promotions-Aktivitäten, hingewiesen und die Aktie mit einem Totenkopf-Symbol versehen.

Aktie verliert brutal

In den USA geht der Handel indes munter weiter. Heute ist der Wert zweitweise um über 50 Prozent abgestürzt. Aber selbst beim aktuellen Kurs von 0,255 Dollar wird das Unternehmen noch mit 68 Millionen Dollar bewertet. Eine stolze Bewertung für eine Firma ohne jegliche Umsatzerlöse und mit lediglich 15.824 Dollar an kurzfristigen Vermögenswerten. Dem stehen knapp eine Million Dollar Schulden gegenüber.

Infos einholen

Inzwischen haben den AKTIONÄR zahlreiche Anfragen verzweifelter Leser erhalten, die die Aktie noch im Depot halten und in Deutschland nicht mehr verkaufen können. Dass der Handel hierzulande wieder aufgenommen wird ist unwahrscheinlich. Betroffene Anleger sollten deshalb schnellstmöglich bei ihrer Bank nachfragen, ob die Möglichkeit besteht, die Aktie in den USA zu handeln. Dabei sollten sich Anleger unbedingt auch nach den Kosten erkundigen!