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11.07.2016 Michael Schröder

Stahlharte Entwicklung bei ThyssenKrupp, Salzgitter, Klöckner & Co – die Hintergründe!

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Salzgitter

ThyssenKrupp und der indische Mischkonzern Tata bestätigen die seit Wochen kursierenden Gerüchte über Fusions-Gespräche. So solle laut Tata ergründet werden, ob ein Gemeinschaftsunternehmen für das Stahlgeschäft in Europa eine sinnvolle Möglichkeit sei. Die Aktie von ThyssenKrupp springt an – und zieht die Kurse von Salzgitter sowie Klöckner & Co mit hoch.

Spekulationen über eine mögliche Konsolidierung der Stahlbranche hatte den Papieren bereits in den vergangenen Wochen zwischenzeitlich Rückenwind verliehen. Infolge der Brexit-Wahl der Briten kamen den Investoren aber Zweifel. So hatte etwa Analyst Rochus Brauneiser vom Investmenthaus Kepler Cheuvreux infolge des „Ja“ der Briten zum Ausstieg aus der Europäischen Union Risiken für den möglichen Zusammenschluss der europäischen Stahlaktivitäten von Thyssenkrupp mit Tata Steel Europe gesehen.

Analyst Bastian Synagowitz von der Deutschen Bank wertete die Gespräche nun aber als Schritt in die richtige Richtung. Er verwies darauf, dass laut Tata auch eine Einbringung des britischen Geschäfts denkbar sei. Zuletzt hatte es in Medienberichten noch geheißen, dass der Kern des Verbunds das ThyssenKrupp-Stahlwerk in Duisburg und die Tata-Anlage im niederländischen Ijmuiden seien dürften.

Das Sparpotenzial eines solches Deals könnte laut Synagowitz im Falle einer Einbringung der britischen Tata-Aktivitäten sogar übertroffen werden, wenngleich das Risiko für ThyssenKrupp dadurch deutlich steigen könnte. So seien die Betriebskosten von Tata in Großbritannien recht hoch. Unklar sei zudem, ob Tata und der DAX-Konzern nicht zumindest eine Stilllegung eines Teils der britischen Anlagen anstreben würden.

Die Fusion mit Tata wäre ein wichtiger Schritt, um sich in Zukunft vermehrt auf die Technologiesparte konzentrieren zu können. Am Ende könnte der Konzern dazu auch den Verkauf von Steel America anstoßen und so die gesamte Stahlsparte abstoßen. Noch ist das alles graue Theorie. Aber allein die Spekulationen zu dem Thema sorgen immer wieder für deutliche Impulse. Risikobewusste Anleger können daher einen ersten Fuß in die Tür stellen. Aus charttechnischer sicht warten die nächsten widerstände bei 20 und 22 Euro.

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Im Sog der Fusions-Fantasie in der Stahlbranche ziehen zum Wochenstart auch die Aktien von Salzgitter sowie Klöckner & Co an. Hier drängt sich derzeit aber kein Einstieg auf.


(Mit Material von dpa-AFX)

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