Kommt jetzt der Crash? Im Zweifel: Kaufen
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25.05.2021 Nikolas Kessler

Square: Angriff auf JPMorgan, Wells Fargo und Co – Aktie springt hoch

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Square

Die Aktie von Square ist im US-Handel am Montag um mehr als fünf Prozent nach oben gesprungen. Grund dafür ist ein Medienbericht, wonach das Fintech-Unternehmen das Produktangebot schon bald deutlich erweitert und in direkte Konkurrenz mit Finanz-Schwergewichten wie JPMorgan treten könnte.

Square könnte schon bald Giro- und Sparkonten für Unternehmerkunden anbieten. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg und beruft sich dabei auf entsprechende Code-Zeilen, die im jüngsten Update der Square-App für iPhone und iPad versteckt seien.

Angriff auf US-Großbanken

Mit einem entsprechenden Angebot würde der Payment-Konzern einen Frontalangriff auf klassische US-Banken wie JPMorgan, Wells Fargo und Bank of America fahren, die in diesem Bereich bislang tonangebend sind. Und Square scheint mit harten Bandagen um die Gunst der Unternehmenskunden kämpfen zu wollen: Laut dem Bericht sollen Guthaben auf den Sparkonten von Square in diesem Jahr mit 0,5 Prozent verzinst sein. Zudem sollen die Konten weder monatliche Kontoführungs- noch Überziehungsgebühren kosten.

Weiterer Pluspunkt für Händler, die bereits andere Dienste und Produkte von Square nutzen: Die neuen Banking-Angebote sollen sich nahtlos in das bestehende Ökosystem integrieren lassen. So sollen Zahlungen, die über die Payment-Plattform verbucht werden, automatisch und sofort im entsprechenden Bankkonto bei Square zur Verfügung stehen. Zudem sollen sich die Konten mit der bestehenden Debitkarte für Unternehmen verknüpfen lassen.

Der Grundstein ist längst gelegt

Square wollte den Bloomberg-Bericht nicht konkret kommentieren. In einem Statement verwies das Unternehmen aber darauf, dass die Banking-Sparte namens Square Financial Services bereits im März den Betrieb aufgenommen hat. „Wir haben damals bereits angekündigt, dass deren Zweck das Angebot von Unternehmenskrediten und Einlageprodukten sein wird.“

Die Square-Tochter hatte im März nach einem jahrelangen Genehmigungsprozess durch die Behörden eine Industriebank-Lizenz erhalten. Diese erlaubt es dem Payment-Konzern, Kredit- und Einlageprodukte für andere Unternehmen anzubieten.

Square (WKN: A143D6)

Der schrittweise Ausbau des Angebotsportfolios ist einer der Hauptgründe, warum DER AKTIONÄR die Square-Aktie als einen der Favoriten für das Jahr 2021 auserkoren hatte. Zwar wurde sie zwischenzeitlich ausgestoppt, seit Ende März steht die Aktie aber wieder auf der Empfehlungsliste. Investierte Anleger bleiben dabei. Mutige Neueinsteiger können auf dem aktuellen Niveau weiterhin zugreifen.