Erst Party-, dann Katerstimmung: Der Wahlsieg der Demokraten hatte am Mittwoch noch für neue Rekordstände an der Wall Street gesorgt. Einen Tag später folgte die Ernüchterung: Vor allem Techaktien gerieten in einen regelrechten Ausverkauf. Auch SpaceX blieb davon nicht verschont. Die Aktie verlor am Donnerstag neun Prozent. Doch wie sollten Anleger jetzt handeln?
Dass SpaceX im gestrigen Ausverkauf kräftig unter die Räder kam, überrascht kaum. Die Bewertung von Elon Musks Raumfahrtkonzern ist schlichtweg astronomisch. Ein Blick in die 625 Werte umfassende DER AKTIONÄR Statistik aus der neuen Ausgabe zeigt: Aktuell wird die Aktie mit 12,8-fachen des für 2027 erwarteten Umsatzes bepreist. Gewinne dürfte SpaceX unter dem Strich dagegen weiterhin nicht schreiben. Ein ohnehin denkbar schlechte Ausgangslage in Zeiten stark steigender Zinsen.
Doch damit nicht genug: Hinzu kommt ein politischer Unsicherheitsfaktor: Musk gilt als Verbündeter von US-Präsident Donald Trump. Das Verhältnis der beiden ist allerdings alles andere als stabil – mal Schulterschluss, mal offener Streit (siehe Artikelbox). Nachdem der SpaceX- und Tesla-CEO im Wahlkampf die Republikaner jedoch laut der Washington Post mit 446 Millionen Dollar aus eigener Tasche unterstützt hatte, gilt er als der zweite große Verlierer der US-Midterms.
Auch beim Thema Klimaschutz dürften die Interessen weit auseinandergehen. Die zahlreichen Raketenstarts von Falcon 9 und Co samt ihrer Emissionen dürften bei den Demokraten deutlich kritischer gesehen werden als bei den Republikanern.
Heute, 09:25
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