03.11.2008 Florian Söllner

Solarworld-Chef Frank Asbeck im Gespräch

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Trendthema

Auf Solarworld ist Verlass. Der Solarkonzern hat heute seine Jahresprognose angehoben. DER AKTIONÄR fragte nach bei Gründer und Großaktionär Frank Asbeck.

Auf Solarworld ist Verlass. Der im TecDAX notierte Solarkonzern hat erneut sehr gute Quartalszahlen vorgelegt. Gleichzeitig hat Vorstand Frank Asbeck die Jahresprognose angehoben. DER AKTIONÄR fragte nach beim Gründer und Großaktionär des Branchenprimus.

DER AKTIONÄR: Herr Asbeck, Glückwunsch zu den guten Zahlen. Aber geht das Wachstum im Heimatmarkt weiter?

Frank Asbeck: Ja, in Deutschland erwarten wir im nächsten Jahr einen sehr guten Markt. Auch aufgrund der Bankenkrise werden sich immer mehr Menschen für eine – im wahrsten Sinne des Wortes – Solaranlage entscheiden. Denn diese sorgt für eine hohe Verzinsung von rund sieben Prozent und das auf 20 Jahre garantiert.

Wie schätzen Sie den US-Solarmarkt ein?

Während der US-Markt derzeit rund 500 Megawatt groß ist, wird er sich 2009 wohl auf ein Gigawatt verdoppeln. Schließlich haben wir hier selbst in den nördlichsten Gebieten eine bessere Sonneneinstrahlung als im südlichsten Bayern. In Sonnenregionen wie Kalifornien dürfte in Toplagen sogar schon 2009 die Grid Parity (Anm. d. Red.: die reine Wettbewerbsfähigkeit von Solarstrom, ohne staatliche Förderungen) erreichbar sein. Das bedeutet den Durchbruch für diesen Zukunftsmarkt.

Spekulativ kaufen

Solarworld-Chef Asbeck hat seinen Konzern durch die gute Positionierung im wichtigen US-Markt und der vergleichsweise guten Versorgung mit dem Rohstoff Silizium fit für die Zukunft gemacht. Unterm Strich will Solarworld 2009 um 25 bis 30 Prozent wachsen. Im gleichen Umfang wollte der vollintegrierte Solarkonzern auch 2008 seine Kennzahlen verbessern. Heute kündigte der Vorstand dann sogar an, die Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr zu übertreffen. Spekulativ orientierte Anleger steigen weiter ein.