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16.09.2020 Emil Jusifov

Snowflake: Der Börsengang des Jahres ist perfekt!

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Nasdaq

Mit Erlösen von 3,36 Milliarden Dollar bringt es der Cloud-Data-Spezialist Snowflake in den USA auf den bisher größten Börsengang des Jahres. Wie das in San Mateo in Kalifornien beheimatete Unternehmen mitteilte, wurden die 28 Millionen Anteilsscheine zu je 120 Dollar bei Investoren untergebracht.

Der Preis lag damit noch über der Verkaufsspanne, die das Unternehmen am Montag von zunächst 75 bis 85 Dollar auf 100 bis 110 Dollar angehoben hatte. Auf Basis des Börsenprospekts und der darin vermerkten ausstehenden Anteile ist das Unternehmen nun mit 33 Milliarden Dollar bewertet.

Zum Vergleich: SAP-Rivale Salesforce kommt derzeit auf eine Marktkapitalisierung von rund 229 Milliarden Dollar. Der Investment-Arm des auf cloudbasierte Unternehmenssoftware spezialisierten Unternehmens beteiligte sich ebenfalls mit 250 Millionen Dollar am Snowflake-Börsengang.

Auch Berkshire Hathaway , die Firma des Starinvestors Warren Buffett, ließ sich zu einer Investition in gleicher Höhe hinreißen. Ein denkwürdiges Ereignis: Buffett hat laut Marktbeobachtern noch nie in einen Börsengang investiert. Laut den von Snowflake eingereichten Unterlagen erklärte sich Buffett zudem bereit, in einem zweiten Schritt weitere 4 Millionen Anteile zu erwerben.

In der Rangliste der größten Börsengänge des Jahres bleibt das eigens zu Investitionsszwecken gegründete Unternehmen des Milliardärs Bill Ackman allerdings unberücksichtigt, dieses hatte zuvor 4 Milliarden Dollar eingesammelt.

Snowflake wird an der Börse aktuell mit 33 Milliarden Dollar bewertet, hat aber im letzten Geschäftsjahr lediglich einen Umsatz von 265 Millionen Dollar erzielt. Damit ist die Bewertung des Cloud-Überfliegers mehr als ambitioniert. DER AKTIONÄR empfiehlt Anlegern vorerst die Entwicklung des aussichtsreichen Cloud-Unternehmens von der Seitenlinie aus zu beobachten.

(Mit Material von dpa-AFX)