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Snap: Starkes Wachstum

Snap: Starkes Wachstum
Foto: Sipa USA/SOPA Images/picture alliance/dpa
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Jan-Paul Fóri 07.05.2026, 16:15 Jan-Paul Fóri

Snap hat am Mittwochabend Zahlen zum abgelaufenen Quartal veröffentlicht. Mit einem zweistelligen Umsatzwachstum und der Rückkehr zum Nutzerwachstum hatte der Konzern die Erwartungen eigentlich übertroffen. Trotzdem blieb der erhoffte Befreiungsschlag aus. Nach einem holprigen Handelsstart dreht das Papier jedoch ins Plus.

Eigentlich lesen sich die Zahlen, die Snap vorgelegt hat, gar nicht schlecht: Der Umsatz kletterte um zwölf Prozent auf 1,53 Milliarden Dollar und fiel damit genau wie erwartet aus. Das bereinigte EBITDA fiel mit 233 Millionen Dollar mehr als doppelt so hoch aus wie im Vorjahr und übertraf ebenfalls die erwarteten 210 Millionen Dollar. Auch bei der Zahl der täglich aktiven Nutzer schlug Snap mit einem Anstieg um fünf Prozent auf 483 Millionen die Prognose von 476 Millionen klar. 

Das Haar in der Suppe waren zunächst jedoch die geopolitischen Belastungen durch den Nahostkonflikt, die auf das Werbegeschäft durchschlugen. Erstmals machte Snap konkrete Angaben zu den Auswirkungen der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten. Demnach belastete der Irankrieg die Werbeeinnahmen im März mit rund 20 bis 25 Millionen Dollar. 

Wenig Begeisterung löste auch die Nachricht aus, dass die Kooperation mit Perplexity AI endet. Die Partnerschaft war ursprünglich als strategischer Schritt im KI-Bereich interpretiert worden. Dass der Deal Geschichte ist, enttäuscht zwar kurzfristig, eröffnet Snap aber gleichzeitig die Möglichkeit, sich stärker auf eigene KI-Lösungen und die Integration in die bestehende Plattform zu konzentrieren.

Prognose bestätigt

Wichtig zudem: Trotz der aktuellen Gegenwinde bleibt der Ausblick solide. Für das laufende Quartal stellt Snap einen Umsatz zwischen 1,52 und 1,55 Milliarden Dollar in Aussicht und liegt damit im Rahmen der Analystenerwartungen. Zwar bleibt die Situation im Nahen Osten schwer kalkulierbar, gleichzeitig zeigt sich aber auch: Das operative Geschäft ist robust genug, um externe Belastungen abzufedern. Außerdem will Snap die Kosten runterschrauben und die Ausgaben dank des bereits verkündeten Stellenabbaus sowie eines Einstellungsstopps bis Jahresende um 500 Millionen Dollar drücken. 

Analysten weiter bullish

Ein Blick auf die Kursziele der Analysten verrät: Die Mehrheit sieht weiterhin steigende Kurse. Das Konsenskursziel von 7,76 Dollar impliziert ein Aufwärtspotenzial von rund einem Viertel. Derzeit raten laut Bloomberg 10 von 48 Analysten zum Kauf der Aktien, 35 sehen das Papier als Halteposition und lediglich drei empfehlen den Verkauf.

Snap Inc. (WKN: A2DLMS)

Am Big Picture hat sich aus Sicht des AKTIONÄR nichts geändert. Der Turnaround bei Snap nimmt weiter Form an. Störgeräusche durch den Irankonflikt dürften das Papier nur kurzfristig belasten. Seit der Empfehlung in Ausgabe 16/26 steht ein Plus von rund 17 Prozent zu Buche. Anleger bleiben an Bord.

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