06.05.2014 Stefan Limmer

Sky Deutschland vor Zahlen – das müssen Anleger wissen

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Trendthema

Der Bezahlsender Sky Deutschland legt am morgigen Mittwoch die Zahlen für die ersten drei Monate des laufenden Jahres vor. Wegen höherer Kosten und Investitionen dürfte der vom Medienunternehmer Rupert Murdoch kontrolierte Bezahlsender operativ wieder in die roten Zahlen gerutscht sein. Die für das Unternehmen wichtige Kundenzahl sollte aber gewachsen sein.

Experten rechnen beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ein Minus von 13 Millionen nach einem Gewinn von knapp sechs Millionen Euro vor einem Jahr. Beim Umsatz wird mit einem Plus von knapp 16 Prozent auf 422 Millionen Euro gerechnet. Auf Jahressicht dürfte dies nach Analystenmeinung aber das einzige Verlustquartal für den Bezahlsender bleiben. Das Ziel einen operativen Gewinn von 70 bis 90 Millionen Euro zu erzielen, dürfte damit nicht in Gefahr sein. 2013 hatte der Bezahlsender mit 35 Millionen Euro den ersten operativen Jahresgewinn seiner Geschichte erzielt.

Mehr Kunden

Bei der Kundenzahl kalkulieren Analysten mit einem Anstieg zwischen 50.000 und 60.000. Das wäre deutlich mehr als vor einem Jahr. Im Laufe des Jahres sollte sich das Wachstum dann weiter beschleunigen. Sky selbst hatte sich zuletzt zum Ziel gesetzt, die Kundenzahl um 400.000 bis 450.000 auf bis zu 4,12 Millionen zu steigern. Umsatztreiber ist weiterhin der Fußball. Konzernchef Brian Sullivan will zudem den Umsatz pro Kunde durch den Verkauf von neuen Produkten oder zusätzlichen Angeboten wie der Online-Videothek Snap steigern.

Nach Einschätzung der Morgan-Stanley-Experten ist er hier im ersten Quartal weiter vorangekommen. Der Erlös pro Kunde ist ihrer Einschätzung nach im ersten Quartal fast auf 35 Euro geklettert.

Dabeibleiben

DER AKTIONÄR erwartet ein starkes zweites Halbjahr bei Sky. Die wichtige horizontale Unterstützungszone bei 6 Euro hat zuletzt gehalten. Investierte Anleger bleiben investiert. Gelingt der Ausbruch über 6,50 Euro, hellt sich die charttechnische Situation weiter auf.

(mit Material von dpa-AFX)