10.04.2014 Stefan Limmer

Sky Deutschland: Verdient der Vorstand zu viel?

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Sky Deutschland hat am Donnerstag seine Aktionäre zur Hauptversammlung geladen. Im vergangenen Jahr hatte Sky Deutschland die Zahl der Abonnenten auf mehr als 3,6 Millionen gesteigert und auf operativer Basis erstmals Geld verdient. Sky-Vorstand Brian Sullivan geht davon aus, dass das Jahr 2014 noch besser verlaufen wird.

Doch es gab auch negative Stimmen. Anleger kritisierten, dass Vorstandschef Brian Sullivan zu viel Gehalt kassiert. Die Vergütung von mehr als sechs Millionen Euro für das vergangene Jahr passe nicht zur wirtschaftlichen Lage des Konzerns. "Das ist doch etwas aus den Fugen geraten", so Daniel Bauer von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger. Der Aufsichtsrat verteidigte jedoch das Gehalt. Sullivan habe laut dem stellvertretenden Vorsitzenden Markus Tellenbach maßgeblich zur guten Geschäftsentwicklung bei Sky beigetragen. Derzeit wird über eine Vertragsverlängerung mit dem Manager verhandelt.

Erholung voraus

Mit der Rückeroberung der 6,50-Euro-Marke hat die Sky-Aktie zuletzt wieder ein Lebenszeichen von sich gegeben. Kurzfristig dürfte nun die 7-Euro-Marke in Angriff genommen werden. Anleger bleiben dabei. Das Kursziel des AKTIONÄR lautet weiterhin 10,00 Euro. Die optimistischen Töne auf der Hauptversammlung zum laufenden Jahr sollten für Unterstützung sorgen. 

(mit Material von dpa-AFX)