23.07.2014 Werner Sperber

Sky Deutschland: Mogul Murdoch macht’s; Börsenwelt Presseschau I

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Die Experten der Prior Börse erklären, der ehemals Premiere genannte und dem Kirch-Medienkonzern zugehörige Bezahl-Fernsehsender Sky Deutschland hat Milliardenverluste eingebracht. Der "Retter in der Not" ist der "australisch-britische" Medienunternehmer Rupert Murdoch (Anmerkung der Redaktion: Es ist falsch, Murdoch australisch-britisch zu nennen. Rupert Murdoch hat seine australische Staatsbürgerschaft aufgegeben, weil er mit der US-amerikanischen Staatsbürgerschaft noch mehr Geld verdienen und sich noch mehr Medienmacht sichern konnte. Er ist also weder Australier noch Brite, sondern US-Amerikaner des Geldes wegen.). Murdochs Mediengesellschaft 21Century Fox hält bereits 55 Prozent der Sky-Aktien. Angeblich plant der 83-jährige Murdoch Sky Deutschland in den nächsten Wochen zu übernehmen, allerdings nur zum gesetzlichen Mindestpreis, also dem Durchschnittskurs der vergangenen drei Monate, der bei rund 6,70 Euro liegt. Das Angebot sollten Aktionäre ablehnen, denn nach den hohen Investitionen dürfte Sky Deutschland früher oder später der Durchbruch gelingen. Seit dem Jahr 2010 bis zum Jahr 2013 stieg die Zahl der Kunden um eine Million auf nun 3,7 Million. Der Umsatz legte in dieser Zeit um mehr als 50 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro zu und das Nettoergebnis verbesserte sich von minus 408 Millionen auf minus 133 Millionen Euro. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete Sky Deutschland erstmals ein positives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 35 Millionen Euro. Vorstandsvorsitzender Brian Sullivan erwartet in wenigen Jahren einen Netto-Jahresgewinn. Die Zahl der Abonnenten soll auf mehr als zehn Millionen zulegen, wobei jeder Kunde derzeit durchschnittlich 35 Euro im Monat bezahlt. Sullivan zufolge ist dieser Betrag noch zu erhöhen. Sullivan muss natürlich auch die Kosten begrenzen, so etwa die Millionensumme, die er jedes Jahr an die Deutsche Fußball Liga (DFL) für die Fußballbundesligisten der Senioren überweist. Wenn Sky Deutschland die sogenannte kritische Masse an Kunden erreicht, ergeben sich hohe Gewinnspannen für das Unternehmen. Der Aktienkurs kann stark steigen und Murdoch begrenzt das Risiko.


Börsenwelt Presseschau (Aus gegebenem Anlass: Der vorhergehende Text ist von der genannten Publikation übernommen sowie üblicherweise sinnwahrend gekürzt und verständlicher formuliert. Anmerkungen der Börsenwelt-Redaktion stehen ausschließlich in Klammern und sind mit dem Vorsatz "Anmerkung der Redaktion" gekennzeichnet. Eine Presseschau gibt Texte anderer Presseorgane wieder, ohne deren Sinn zu verändern. Kollege H. G. hat auf folgendes hingewiesen: Die Bezeichnung "endlos laufender Call-Optionsschein" ist nicht korrekt beziehungsweise irreführend, denn Optionsscheine (im strengen Sinne) haben immer eine Laufzeit. Korrekt müsste es "Turbo-Call-Optionsschein" etc. heißen. Im Sinne der leichteren Lesbarkeit behalten wir jedoch die Formulierung "endlos laufender Call-Optionsschein" bei.)




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