02.04.2019 Markus Bußler

Silber: Houston, wir haben ein Problem

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Silber

Nachdem der Silberpreis am vergangenen Donnerstag deutlicher unter Druck gekommen ist, handelt der kleine Bruder von Gold zum Wochenauftakt praktisch kaum verändert. Dennoch: Angesichts eines Kurses nahe der Marke von 15 Dollar ist den Silber-Bullen aktuell nicht zum Feiern zu Mute. Jetzt meldet die Prägeanstalt U.S. Mint Verkaufszahlen des Silver Eagle. Und die bereiten noch mehr Sorgenfalten.

Die U.S. Mint hat im März insgesamt 850.000 Silbermünzen. Das ist ein Minus von rund 60 Prozent gegenüber dem Vormonat. Im Februar hat die Prägeanstalt noch 2,16 Millionen Unzen verkauft. Blickt man auf die die Entwicklung der vergangenen Jahre, dann sieht man, dass die Silberverkäufe im März die niedrigsten sein über zehn Jahren gewesen sind. Zum Vergleich: Im März 2014 hat die U.S. Mint noch über fünf Millionen Silbermünzen verkauft.

Baisse belastet Nachfrage

Das Ganze passt in das Bild: Während die Industrienachfrage nach Silber in den vergangenen Quartalen vergleichsweise stabil verlaufen ist, ist die Investmentnachfrage so etwas wie das Sorgenkind des Silbermarktes geworden. Obwohl stets betont wird, dass ein fallender Preis die Nachfrage anheizen würde, hat sich dieser Effekt angesichts der langen Baisse bei Silber im Sand verlaufen.

Anleger sollten diese Zahlen zwar zur Kenntnis nehmen, sich aber nicht zu sehr darauf fokussieren. Die Nachfrage nach Silbermünzen und –barren wird wieder anziehen, sobald der Preis anzieht. Und hier ist wiederum der Chart ein wesentlich besserer Ratgeber als Statistiken über die Investmentnachfrage. Silber hat sicherlich einen deutlichen Rücksetzer verzeichnet. Doch bis in den Bereich von 14,60 Dollar ist das alles eben nicht mehr als ein Rücksetzer. Dazu sehen wir erste positive Divergenzen im MACD. Damit stehen die Chancen auf eine Trendwende besser als viele angesichts der tristen Lage glauben mögen.

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