05.02.2020 Maximilian Völkl

Siemens-Rivale ABB: Herber Gewinneinbruch, Aktie springt nach oben – was ist da los?

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ABB
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Es sind schwierige Zeiten für die großen Industriekonzerne. Konglomerate sind an der Börse nicht mehr gefragt. Siemens, General Electric und ABB befinden sich deshalb inmitten eines gewaltigen Umbaus. ABB musste 2019 auch deshalb einen heftigen Gewinneinbruch hinnehmen, an der Börse kommen die Zahlen dennoch gut an.

Im vierten Quartal sank der Umsatz von ABB um vier Prozent auf 7,1 Milliarden Dollar und der Auftragseingang um ein Prozent auf 6,9 Milliarden Dollar zurück. Der Reingewinn legte um drei Prozent auf 325 Millionen Dollar zu. Für das Gesamtjahr bleibt allerdings ein deutlicher Gewinnrückgang von 34 Prozent auf 1,44 Milliarden Dollar.

Negativ bemerkbar machte sich neben dem aufwendigen Konzernumbau auch die schwächelnde Konjunktur. Konkrete Aussagen zum neuen Jahr gab es von ABB wie gewohnt noch nicht. Allerdings soll unter dem neuen Chef Björn Rosengren, der Anfang März ins Amt kommt, die endgültige Abspaltung der Stromnetze erfolgen, die vor über einem Jahr weitgehend an Hitachi verkauft wurden. Als Dividende schüttet ABB derweil unverändert 0,80 Franken je Aktie aus.

Die ABB-Aktie hat sich in den vergangenen Monaten deutlich erholt. Auch die Zahlen verleihen Schwung. Doch noch ist der Weg beim Umbau lang. Eine Fortsetzung des übergeordneten Seitwärtstrends erscheint wahrscheinlich. Auch wenn die langfristigen Aussichten stimmen.