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25.06.2019 Jan Paul Fori

Siemens verkauft nächste Sparte - das ist der Grund

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Siemens

Wie am Rande der Internationalen Pariser Luftfahrtausstellung in Le Bourget bekannt wurde, verkauft Siemens sein Zukunftsprojekt eAircraft an den Triebwerkhersteller Rolls-Royce. Die Aktie konnte daraufhin leicht zulegen und ihren kurzfristigen Aufwärtstrend festigen. DER AKTIONÄR erklärt, was hinter dem Verkauf steckt.

Als Grund für den überraschenden Verkauf der eAircraft-Einheit nannte das Unternehmen die Zukunftsstrategie Vision 2020+. Durch diese soll die Konzernstruktur verschlankt und den einzelnen Geschäften deutlich mehr Freiheit unter der Marke Siemens gegeben werden. Für die Sparte fließen laut Telegraph 50 Millionen Euro in die Kassen. 

Zudem will sich das Unternehmen zukünftig stärker auf die Bereiche Smart Infrasturcture und Digital Industries fokussieren. Einzelne Geschäftszweige werden daher abgestoßen. Neben der eAircraft-Sparte, die sich mit elektrischen Flugzeug-Antrieben beschäftigt, trennt sich der Konzern über einen Börsengang auch vom Kraftwerksgeschäft.

Bessere Bedingungen unter neuem Eigentümer

Siemens rechnet zudem damit, dass Rolls-Royce der eAircraft-Sparte deutlich bessere Wachstumsperspektiven bieten kann. Dies ist naheliegend, da die Briten eng mit der Luft- und Raumfahrtindustrie verbunden sind und zudem über ein umfangreiches Know-How verfügen.

Siemens (WKN: 723610)

Ausbruch steht bevor

Die Aktie hat nach der Ankündigung weiter zulegen können. Langfristig betrachtet ist der übergeordnete Abwärtstrend jedoch noch nicht gebrochen. Da die Siemens-Papiere den kurzfristigeren Widerstand bei 105 Euro zurückerobert haben, könnte der Ausbruch allerdings schon bald erfolgen, sofern die Aktie die Marke von 114 Euro überwinden kann. DER AKTIONÄR rät Anlegern zur Geduld: Der Konzernumbau ist zwar kostspielig und zeitintensiv, dürfte sich jedoch langfristig auszahlen. Investierte Anleger bleiben daher an Bord.