Investieren wie Peter Lynch - So geht's
03.02.2021 Michel Doepke

Shop Apotheke Europe und Zur Rose: Die Bullen lassen einfach nicht locker

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Shop Apotheke Europe

Die Aktien von Shop Apotheke Europe haben sich am Mittwoch den zweiten Tag in Folge zu einem Rekordhoch aufgeschwungen. Sie wurden nach Aussage von Händlern von der Aussicht auf fortdauernde Lockdowns in Deutschland und Europa angetrieben. Auch die Aktie des Schweizer Rivalen Zur Rose legt weiter kräftig zu.

Der Börsenwert von Shop Apotheke Europe nähert sich damit der Marke von vier Milliarden Euro an. Die Marktkapitalisierung von Zur Rose liegt bereits darüber. Die Schweizer Aktie notiert nur knapp unter Rekordhoch.

Krisengewinner wieder gefragt

In Deutschland mehren sich die Stimmen aus der Politik, die eine Verlängerung des zunächst bis Mitte Februar dauernden Lockdowns favorisieren. Zuletzt sprach sich Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) gegen eine schnelle Lockerung der Corona-Regeln aus. Auch in etlichen anderen Ländern Europas deuten die Zeichen auf fortgesetzte Restriktionen.

Auch wenn Apotheken generell zugänglich bleiben, dürfte sich der Trend zum Online-Kauf noch verstärken, hieß es im Handel. Dabei macht sich wohl auch die Einstellung der Menschen bemerkbar, in Lockdown-Zeiten vermehrt Zuhause zu bleiben.

Als ein weiterer potenzieller Kurstreiber gilt die Einführung des elektronischen Rezepts. Hierzu schrieb Analyst Gerhard Orgonas von der Berenberg Bank vor kurzem in einer Studie: "Nach unseren Gesprächen mit Zur Rose dürfte die Server-Infrastruktur der Gematik für E-Rezepte im zweiten Halbjahr 2021 stehen". In diesem Fall wäre im Januar 2022 die Markteinführung möglich.

Shop Apotheke Europe (WKN: A2AR94)

DER AKTIONÄR führt beide Aktien seit längerem auf der Kaufliste. Inzwischen sind bei Zur Rose 450 Prozent Kursgewinn angelaufen, bei der im MDAX gelisteten Shop Apotheke Europe sind es sogar knapp 580 Prozent. Interessierte Neueinsteiger sollten auf dem aktuellen Niveau nicht mehr zugreifen und einen klaren Kursrücksetzer in Richtung Ausbruchsniveau abwarten.

(Mit Material von dpa-AFX)