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09.03.2020 Marion Schlegel

Schock am Ölmarkt: Stärkster Crash seit fast 30 Jahren

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Oil WTI
Trendthema

Am Ölmarkt sind die Preise zum Wochenauftakt abgestützt. Nach gescheiterten Verhandlungen führender Ölstaaten über eine Drosselung der Fördermenge zur Stabilisierung der Ölpreise und wegen der Coronavirus-Krise gab es am Montag den stärksten prozentualen Einbruch seit fast 30 Jahren. Am Morgen fielen die Notierungen für Rohöl aus der Nordsee und für US-Öl um jeweils etwa 30 Prozent.

Oil Brent (ISIN: XC0007240267)

Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete zuletzt 32,83 US-Dollar. Damit lag der Preis 12,44 Dollar niedriger als am Freitag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte WTI sackte um 12,44 Dollar auf 28,84 Dollar. Marktbeobachter sprachen vom stärksten prozentualen Einbruch am Ölmarkt seit dem Golfkrieg 1991.

Die Ölpreise sind damit auf den tiefsten Stand seit Anfang 2016 zurückgefallen. Als Ursache für den Einbruch gelten die gescheiterten Verhandlungen des Ölkartells Opec mit den in der sogenannten Opec+ zusammengefassten Förderländern wie Russland. Außerdem belastet die Sorge vor den wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Krise die Ölpreise.

Oil WTI (ISIN: XC0007924514)

Die Opec hatte, auch als Reaktion auf die wirtschaftlichen Folgen des neuen Coronavirus, am Donnerstag eine Verschärfung des derzeit geltenden Förderlimits um 1,5 Millionen Barrel (je 159 Liter) Öl pro Tag gefordert. Doch der Versuch, mit dem Vorstoß Druck auf Russland und die weiteren Partner auszuüben, scheiterte. Da es auch nicht gelang, die derzeit geltende Förderbeschränkung zu verlängern, müssen sich die 14 Opec-Mitglieder und die 10 Kooperationspartner ab dem 1. April nicht mehr an irgendwelche Limits halten.

Die Aktien der Ölproduzenten sind in den vergangenen Wochen bereits heftig unter Druck geraten. Am heutigen Morgen geht es erneut kräftig nach unten. Royal Dutch Shell und BP verlieren am Morgen bei Lang & Schwarz erneut mehr als sieben Prozent.

(Mit Material von dpa-AFX)