01.04.2017 Fabian Strebin

Sberbank sagt Tschüss

-%
Sberbank
Trendthema

Die Beziehungen zwischen Russland und der Ukraine sind seit der Besetzung der Krim 2014 nicht mehr existent. Kiew war es ein Dorn im Auge, dass russische Banken zuletzt Ausweisdokumente der Separatisten im Osten des Landes anerkannten. Daraufhin verhängte die ukrainische Nationalbank Sanktionen gegen Institute aus dem Nachbarland. Die Sberbank hat jetzt als erstes Geldhaus die Reißleine gezogen und verkauft die ukrainische Tochter für 130 Millionen Dollar (122 Millionen Euro) an die lettische Nordvik Bank und den russischen Geschäftsmann Said Gutseriev.

Aussicht auf anziehende Konjunktur

Der Rückzug aus der Ukraine ist für die Sberbank aber kein großer Verlust, da das Land zuletzt nur noch einen verschwindend geringen Anteil am Gesamtgeschäft ausmachte.

Für das laufende Jahr rechnet der Internationale Währungsfond mit einer Trendwende beim Wirtschaftswachstum in Russland. Nach Jahren der Rezession soll die Konjunktur wieder zulegen. Als größtes Geldhaus des Landes würde die Sberbank über ein steigendes Kreditvolumen profitieren.

Erleichterungen bei den Sanktionen des Westens gegen Russland sind auch noch nicht vom Tisch, auch wenn es zuletzt ruhig wurde um das Thema. Der neue US-Außenminister Rex Tillerson gilt als ausgewiesener Russlandkenner und könnte die Beziehungen wieder normalisieren.

Billigste Bankaktie Europas

Die Rallye bei der Sberbank-Aktie ist zuletzt ins Stocken geraten. Alleine das steigende Wirtschaftswachstum in Russland sollte in diesem Jahr aber Rückenwind geben. Der nächste Widerstand für das Papier liegt bei 12,20 Dollar Euro, eine Unterstützung befindet sich bei 11,00 Dollar.

Fundamental ist die Aktie nach wie vor sehr günstig, das KGV beträgt nur 6 und soll nach Schätzung der Experten 2017 auf 5 fallen. Damit ist die Sberbank die günstigste Bankaktie in Europa unter den Großbanken. Auch die Eigenkapitalrendite von zuletzt 21 Prozent ist für ein Finanzinstitut mehr als überzeugend. Für Mutige ist die Sberbank nach wie vor ein Kauf, das Kursziel beträgt 15,00 Euro, ein Stopp sollte bei 8,50 Euro platziert werden.

Wie sie als Anleger mentale Fallstricke umgehen

Autor: Jessica Schwarzer
ISBN: 9783864702143
Seiten: 240
Erscheinungsdatum: 15. Oktober 2014
Verlag: Börsenbuchverlag
Art: gebunden
Verfügbarkeit: als Buch und als eBook erhältlich

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten finden Sie hier

Der größte Feind eines jeden Anlegers schaut ihm jeden Morgen aus dem Spiegel entgegen. Lernen Sie jetzt, wie Sie sich auf dem Weg zum Wohlstand nicht mehr selbst im Weg stehen! Unsere Psyche spielt uns gerne Streiche. Auch an der Börse stolpern wir regelmäßig über mentale Fallstricke. Sind wir im Plus, wollen wir dieses Gefühl konservieren – und verkaufen viel zu früh. Sind wir im Minus, wollen wir es nicht wahrhaben und bleiben auf Verlusten so lange sitzen, bis aus einem kleinen Minus ein dicker Krater im Depot geworden ist. Keine Bange – so geht es den meisten. Schuld sind Emotionen wie Gier, Panik, Verliebtheit oder Ignoranz, die auch vor unserem Geld nicht haltmachen. Handelsblatt-Journalistin Jessica Schwarzer zeigt in ihrem neuen Buch, in welche Psychofallen Anleger am häufigsten tappen und mit welchen Mitteln sie sich vor sich selbst schützen können.