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05.12.2019 Marion Schlegel

Sartorius: Über 50 Prozent gesichert

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Sartorius Vz.

Der Pharma- und Laborzulieferer Sartorius stärkt sein Geschäft mit einem Zukauf. Für rund 45 Millionen Euro in bar übernimmt der MDAX-Konzern etwas mehr als die Hälfte der Anteile am israelischen Zellkulturmedien-Entwickler und -Hersteller Biological Industries, wie das Unternehmen am Donnerstag in Göttingen mitteilte. Zudem sei eine Option auf den Erwerb weiterer 20 Prozent der Aktien innerhalb von drei Jahren vereinbart worden, hieß es weiter. Abgeschlossen werden soll der Deal Mitte Dezember.

Die derzeitigen Eigentümer von Biological Industries sind das Kibbuz Beit Haemek und die Beteiligungsgesellschaft Fortissimo. Laut Mitteilung konzentriert sich Biological Industries auf Zellkulturmedien, insbesondere für die Zell- und Gentherapie sowie für die regenerative Medizin und andere neuartige Therapien. Das Unternehmen wurde 1981 gegründet und hat derzeit etwa 130 Mitarbeiter. Mit der Übernahme erweitere Sartorius sein Angebot an Zellkulturmedien deutlich und ergänze das Produktportfolio, befand Vorstandschef Joachim Kreuzburg.

Vor Kurzem erst hat sich Sartorius mit der Übernahme ausgewählter Geschäfte von Danaher Life Science verstärkt. Hierzu hat Sartorius im Oktober eine Vereinbarung über den Erwerb von Teilen des Life-Science-Portfolios von Danaher für rund 750 Millionen US-Dollar in bar unterzeichnet. Das zum Kauf stehende Portfolio erzielte 2018 einen Gesamtumsatz von rund 140 Millionen US-Dollar bei zweistelligen operativen Gewinnmargen sowie starkem Wachstumsprofil und beschäftigt weltweit rund 300 Mitarbeiter. Die Transaktion soll voraussichtlich im ersten Quartal 2020 abgeschlossen werden.

Sartorius Vz. (WKN: 716563)

Die Aktie von Sartorius präsentierte sich in den vergangenen Wochen extrem stark. Zuletzt ist das Papier bis knapp an das Allzeithoch, das im Juli dieses Jahres bei 195,40 Euro markiert wurde, herangelaufen. Nun gilt es, diese Hürde zu nehmen. Gelingt dies, würde ein neues Kaufsignal generiert. DER AKTIONÄR rät, die Gewinne laufen zu lassen.

(Mit Material von dpa-AFX)