So investieren Sie wie Peter Lynch
12.02.2021 Marion Schlegel

Sartorius: Dividende wird verdoppelt

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Sartorius Vz.

Der Pharma- und Laborausrüster Sartorius schüttet nach einem unerwartet starken Jahr mehr Geld an seine Aktionäre aus. Die Investoren des Göttinger Unternehmens sollen für 2020 fast doppelt so viel Dividende erhalten wie noch ein Jahr zuvor. So soll es für Halter der im MDAX notierten Vorzugsaktien 71 Euro-Cent pro Papier geben, pro Stammaktie werden 70 Cent gezahlt, wie der Konzern am Donnerstagabend mitteilte. Im Vorjahr hatte Sartorius seine Dividendenzahlung wegen der Unsicherheit in der Pandemie noch erheblich gekürzt. Die Investoren hatten lediglich 36 Cent beziehungsweise 35 Cent erhalten. Der Dividendenvorschlag wird der Hauptversammlung zur Entscheidung vorgelegt, die am 26. März stattfinden soll.

Sartorius Vz. (WKN: 716563)

Im Zuge der guten News hat die Sartorius-Vorzugsaktie am heutigen Freitag bei 484,00 Euro ein neues Allzeithoch erreicht. Bereits am Donnerstag hatte sich die Aktie extrem stark präsentiert. Analyst Markus Gola vom Investmenthaus Stifel Europe hatte sein Kursziel von 430 auf 515 Euro erhöht und seinen Optimismus mit den Wachstumsaussichten der Biotechnologie-Sparte (Bioprocess Solutions, BPS) begründet, die unter anderem Einweg-Bioreaktorsysteme, Filter und Materialien für Zellkulturprozesse und Datenanalysesoftware im Programm hat.

Insbesondere dieser Geschäftsbereich hatte im vergangenen Jahr erheblich von der erhöhten Nachfrage in der Corona-Pandemie profitiert, weil die Forschung an Wirk- und Impfstoffen gegen das Virus stark zugenommen hatte. Der MDAX-Konzern, der auch als Kandidat für einen Aufstieg in den DAX gilt, hatte zur Vorlage der vorläufigen Zahlen Ende Januar somit einen Auftragsboom und einen massiven Umsatz- und Gewinnsprung für 2020 vermelden können. Gleichzeitig wurden die Mittelfristprognosen bis 2025 erhöht.

Für dieses Jahr rechnet das Management um Sartorius-Chef Joachim Kreuzburg mit einem Umsatzplus um bis zu 25 Prozent bei einer steigenden Profitabilität. Seine endgültigen Zahlen für das vergangene Jahr will der Konzern am 18. Februar vorlegen.

DER AKTIONÄR hat die Aktie im Mai 2019 bei 171,70 Euro zum Kauf empfohlen. Die Position liegt nun mittlerweile mehr als 181 Prozent in Front. Anleger lassen die Gewinne weiter laufen, ziehen den Stopp zur Absicherung aber sukzessive nach.

(Mit Material von dpa-AFX)