Börsen-Achterbahn: So handeln clevere Anleger richtig
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25.10.2014 Stefan Limmer

SAP-Aktie im freien Fall: Wann kommt endlich die Trendwende?

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DAX

Der Softwarehersteller SAP macht wegen seines schnell wachsenden Geschäfts mit Mietsoftware Abstriche beim Gewinn. Weil Kunden zunehmend die Software aus der sogenannten Cloud bezögen und damit zu Beginn niedrigere Abo-Zahlungen leisteten, senkte der Vorstand das Ziel für das um Währungs- und Sondereffekte bereinigte Betriebsergebnis Anfang der Woche auf 5,6 bis 5,8 Milliarden Euro für dieses Jahr. Zuvor hatte die Spanne 200 Millionen Euro höher gelegen. Die Prognose für die Cloud-Erlöse erhöhte der Dax-Konzern dagegen etwas auf 1,04 bis 1,07 Milliarden Euro.

Die SAP-Aktie befindet sich seit Wochen auf Talfahrt. Im Zuge der Abwärtsbewegung wurden sämtliche Unterstützungen der vergangenen zwölf Monate gebrochen. Trotz der Prognosesenkung bildete die Aktie in der abgelaufenen Handelswoche einen Boden aus. Wenn es nach Meinung der Analysten geht zu Recht. Sie bestätigten nach Bekanntgabe durch die Bank größtenteils ihre positiven Meinungen zu dem Softwarekonzern.

Daumen hoch

Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat die Einstufung auf "Overweight" mit einem Kursziel von 67 Euro belassen. Da der Software-Hersteller das Geschäft mit der Cloud vorantreibe, dürften die Margenziele sich etwas nach hinten verschieben, so Analyst Adam Wood in einer Studie vom Dienstag. Mit Blick auf den für 2015 erwarteten Gewinn sei SAP aber zurzeit sehr attraktiv bewertet. Auch Antonin Baudry von der britischen Investmentbank HSBC sieht den fairen Wert der Aktie weiterhin bei 74 Euro und lobt das starke Wachstum im Cloud-Geschäft.  Etwas pessimistischer ist das Analysehaus Kepler Cheuvreux. Laurent Daure senkte das Kursziel von 66 auf 64 Euro – bestätigte aber die Kaufeinstufung.

Abwarten

Mittelfristig ist die SAP-Aktie extrem aussichtsreich. Das Cloud-Computing dürfte auch in Zukunft hohe Wachstumsraten aufweisen. Vor einem Einstieg warten Anleger eine weitere Beruhigung des Marktes ab. Alternativ können erste Abstauberlimits unter die 50-Euro-Marke platziert werden. 

(mit Material von dpa-AFX)

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