26.01.2015 Stefan Limmer

SAP-Aktie: Die neueste Analysteneinschätzung

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DAX
Trendthema

Europas größter Softwarekonzern hat zuletzt die Anleger enttäuscht. Wegen der hohen Investitionen in das Cloudgeschäft musste SAP seine Gewinnziele nach hinten schieben. Das ursprünglich für 2017 veranschlagte Ziel, eine EBIT-Marge vor Sonderposten von rund 35 Prozent zu erzielen, ist laut Konzernangaben nicht zu erreichen. Nachdem bereits etliche Analysten ihre Einschätzungen überarbeitet haben, legt auch das US-Analysehaus Bernstein Research nach.

Analyst Mark Moerdler hat das Kursziel für SAP von 63 auf 65 Euro angehoben und die „Outperform“-Einstufung bestätigt. Er sieht das Wachstumspotenzial des auf Cloud First und Hana First basierenden Geschäftsmodells weiterhin optimistisch. Das Cloudgeschäft ist seiner Meinung nach eine werthaltigere Umsatzquelle und dürfte mit der Zeit auch den Gewinn je Aktie beflügeln. Auf dem derzeitigen Kursniveau beträgt das Gewinnpotenzial von SAP somit noch mehr als zehn Prozent.

Nach dem Zukauf des US-Reisekostenspezialisten Concur könnte der Softwarekonzern indes eine weitere Anleihe am Kapitalmarkt platzieren. Bereits ein Teil der Concur-Finanzierung wurde laut SAP-Finanzvorstand Luka Mucic über eine Anleihe mit einem Volumen von 2,75 Milliarden Euro gedeckt. Insgesamt soll die Fremdfinanzierung in den kommenden Jahren aber reduziert werden. Dafür soll laut Mucic die Dividende weiterentwickelt, und der Fokus auf das organische Wachstum gelegt werden.

Geduldsprobe

Der Umbau des SAP-Geschäftsmodells in Richtung Cloud kostet mehr Zeit und Geld als gedacht. Auch die Übernahme von Concur könnte zu teuer gewesen sein. Charttechnisch hellt sich die Situation bei SAP erst nachhaltig auf, wenn die Aktie über die 59-Euro-Marke steigt. DER AKTIONÄR stuft die Aktie nur noch als Halteposition ein.

(Mit Material von dpa-AFX)

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