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SAP‑Aktie: Cloud‑Turbo, KI‑Fantasie und ein hochspannendes Chart‑Setup

SAP‑Aktie: Cloud‑Turbo, KI‑Fantasie und ein hochspannendes Chart‑Setup
Foto: Photon photo/Shutterstock
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Jens Kramarczik Heute, 13:03 Jens Kramarczik

SAP ist und bleibt das qualitative Aushängeschild im DAX. Doch nach dem Kursrutsch der vergangenen Monate formiert sich gerade ein charttechnisches Lehrbuch-Setup, das Trader und Investoren aufhorchen lässt. Nimmt man die fundamentale Unterbewertung und die bärenstarken Cashflows noch dazu, rückt der Walldorfer Software-Riese auf dem aktuellen Niveau um 151 Euro unweigerlich auf die Watchlist. Für Anleger öffnet sich hier ein äußerst attraktives Zeitfenster.

Am Scheideweg bei der 150-Euro-Marke

Gerade aus der Chart-Perspektive wird der Titel jetzt massiv spannend. Wer sich die Elliott-Wellen-Analyse ansieht, erkennt im rasanten Kursverfall der vergangenen Monate einen sauber abgeschlossenen 5-Wellen-Abwärtsimpuls.
Die Folge? Der Startschuss für eine klassische ABC-Korrektur nach oben. Nach einer ersten schnellen Erholung (A-Welle) und dem obligatorischen Durchatmer (B-Welle) notiert die SAP-Aktie aktuell exakt an der wichtigen 150-Euro-Marke. Das Chartbild liefert hier ein klares Signal: Das markante Tief dürfte hinter uns liegen, der Titel sammelt Kraft für den nächsten Aufwärtsschwung in der sogenannten C-Welle.

SAP Chart
Quelle: Börsenmedien AG

Operativ voll auf Kurs: Der Cloud-Backlog boomt

Ein Blick in die Bücher untermauert das charttechnische Aufbruchsignal. Die Walldorfer liefern operativ wie ein Schweizer Uhrwerk ab: Im ersten Quartal 2026 sprang der viel beachtete „Current Cloud Backlog“ währungsbereinigt um 25 Prozent auf gut 21,9 Milliarden Euro nach oben. Zugpferd Nummer eins bleibt dabei die Cloud ERP Suite, deren Erlöse währungsbereinigt um satte 30 Prozent anzogen.

Dass das Management Wachstum nicht einfach blind einkauft, zeigt die Profitabilität: IFRS- und Non-IFRS-Betriebsgewinn kletterten parallel um jeweils 17 Prozent. Obendrein legt SAP ein massives Aktienrückkaufprogramm von bis zu 10 Milliarden Euro (bis Ende 2027) auf – ein starkes Zeichen für enorme finanzielle Feuerkraft und das Vertrauen in die eigene Strategie.

Echter Bewertungsabschlag zur US-Konkurrenz

Schaut man über den großen Teich, fällt zudem eine handfeste relative Unterbewertung auf. Während US-Rivalen wie Oracle oder ServiceNow teils sportliche Multiples aufrufen, ist SAP vergleichsweise moderat bepreist. Mit einem geschätzten 2026er-KGV von 20,7 notiert die Aktie gut 21 Prozent unter dem Median der US-Peer-Group.

Bulle vs. Bär – Der konkrete Fahrplan

Fundamentale Stärke trifft hier also auf ein knackiges Chart-Setup. Bei einem aktuellen Kurs von rund 151 Euro und einem Invalidation-Point (i-Point) bei exakt 134,00 Euro ergibt sich ein gut kalkulierbares Risiko von 17,00 Euro je Aktie. Der Stop-Loss gehört damit strikt auf gut 11 Prozent (unter 134,00 Euro) gesetzt.

Auf Basis des Chance-Risiko-Verhältnisses (CRV) leitet sich daraus ein glasklarer und lukrativer Fahrplan ab:

Das Basis-Szenario (CRV 3:1): Nimmt die C-Welle Fahrt auf, rückt recht schnell die 202-Euro-Marke ins Visier. Das Spannende daran: Dieses Level deckt sich punktgenau mit der fundamentalen Fair-Value-Zone (183 bis 202 EUR), vorausgesetzt der Markt gesteht SAP künftig wieder ein 24er-KGV zu.

Das erweiterte Szenario (CRV 6:1): Zündet der KI-Turbo in der Kundenbasis richtig und beschleunigt das Wachstum, liegt der nächste rechnerische Zielbereich bei 253,00 Euro.

Der Best-Case (CRV 12:1): Geht die langfristige Business-AI-Fantasie der Walldorfer voll auf, öffnet sich das Tor zu einem strategischen Traumszenario um 355,00 Euro.

Die Reißleine (Bear-Case): Rutscht das Papier wider Erwarten unter den i-Point von 134,00 Euro, ist das bullische Chart-Setup Makulatur. Dann greift der eiserne Stop-Loss zur strikten Kapitalerhaltung.

Reizvolles Chance-Risiko-Profil

Auf dem aktuellen Niveau um 151 EUR liefert die SAP-Aktie aus unserer Sicht ein exzellentes Setup. Das Papier ist fundamental robust, gegenüber den US-Peers moderat bewertet und steht charttechnisch am vielversprechenden Beginn einer C-Welle. Mit konsequentem Risikomanagement (Stop bei 134 Euro) und einem ersten Ziel bei 202 Euro (CRV 3:1) drängt sich der Titel als spannende Depotbeimischung regelrecht auf.

Hat Ihnen dieser Text gefallen? Davon gibt es in Zukunft mehr.

Die Elliott-Wellen-Analyse ist eine besondere Form der Technischen Analyse, die sich seit fast 100 Jahren bewährt hat. Die Methode geht davon aus, dass sich die Stimmung der Anleger ständig zwischen Zuversicht und Unsicherheit verändert. Dadurch entstehen wiederkehrende Kursmuster an den Märkten. Aus diesen Mustern lassen sich wiederum bessere Kursziele ableiten und Risiken realistischer einschätzen.

Weitere ausführliche Analysen finden Sie in Kürze auch im neuen Börsenbrief „TrendRadarReport".

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