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24.11.2021 Maximilian Völkl

RWE mit Milliarden-Investitionen - das müssen Anleger jetzt wissen

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RWE

Der Energiekonzern RWE will schneller grüner werden als bislang gedacht. Entsprechend hat sich das Unternehmen neue Ziele zum Ausbau von alternativen Energien bis zum Ende des Jahrzehnts gesetzt – Milliarden-Investitionen inklusive. Während bislang jährlich 1,5 Gigawatt Windkraft und Solar-Anlagen zugebaut werden sollten, sind es nun 2,5 Gigawatt bis 2030.

Es waren ereignisreiche Tage für Markus Krebber. Das dritte Quartal war das erste vollständige, das er als seit Mai amtierender RWE-Vorstandschef präsentierte. Vier Tage später legte er auf dem Kapitalmarkt-Tag seine Strategie bis 2030 für den DAX-Konzern vor. Und die hat ein klares Ziel: Grün werden – und das schneller als bislang geplant. Das Portfolio an alternativen Energien soll bis zum Ende des Jahrzehnts auf 50 Gigawatt anwachsen. Pro Jahr will RWE dafür im Schnitt 2,5 Gigawatt zubauen, das sind zwei Drittel mehr als bislang angestrebt.

Quelle: RWE
RWE-CEO Markus Krebber

Daran hängt natürlich ein Preisschild. Pro Jahr will Krebber durchschnittlich fünf Milliarden Euro brutto in das Kerngeschäft investieren. Dieses umfasst bei RWE den Energiehandel, die Segmente Off- und Onshore von Wind und Solar sowie Wasser, Biomasse und Gas. 45 Prozent der Investitionssumme entfallen jeweils auf Projekte im Bereich Windkraft zu Wasser und zu Lande sowie in Solarenergie und Batterien.

Die restlichen zehn Prozent fließen laut dem Unternehmen in flexible Erzeugungskapazitäten wie Gas und den Ausbau von Wasserstoff. Bis 2030 summieren sich die Bruttoinvestitionen auf 50 Milliarden Euro, wobei zehn bis 15 Milliarden Euro jeweils in Deutschland, Großbritannien und Nordamerika geplant sind. Die gesamte Nettoinvestitionssumme beläuft sich laut RWE auf 30 Milliarden Euro.

Steigende Gewinne angepeilt

In der Folge soll das bereinigte EBITDA im Kerngeschäft jährlich im Schnitt um neun Prozent steigen und bis 2030 ein Niveau von fünf Milliarden Euro erreichen. Das wäre laut dem Unternehmen eine Verdoppelung im Vergleich zum laufenden Geschäftsjahr.

Und die Konzentration auf das Kerngeschäft der alternativen Energien soll sich auch im Nettoergebnis widerspiegeln. Bis 2027 soll der bereinigte Gewinn hieraus den fehlenden Anteil der Kohle- und Atomenergie komplett ersetzt haben. Im laufenden Geschäftsjahr prognostiziert das Management noch, dass Kohle- und Kernenergie rund 40 bis 50 Prozent des Nettoergebnisses ausmachen werden.

Den ersten Schritt hin zu einem Geschäft rein mit alternativen Energien von RWE spiegelt auch die vom Management erhöhte Prognose für 2022 wider. Von den erwarteten 1,1 bis 1,4 Milliarden Euro bereinigter Nettogewinn sollen 650 bis 950 Millionen Euro aus dem Kerngeschäft kommen. Das bereinigte operative Ergebnis werde konzernweit mit 3,3 bis 3,6 Milliarden Euro zudem rund 200 Millionen Euro höher ausfallen als bislang gedacht.

Mehr Dividende geplant

Von den besseren Ergebnissen sollen auch die Aktionäre profitieren: Die prognostizierte Dividende in Höhe von 90 Cent je Aktie für das laufende Geschäftsjahr soll in den kommenden Jahren die Untergrenze bilden. Langfristig stellte das Management Ausschüttungen von 50 bis 60 Prozent des bereinigten Nettoergebnisses in Aussicht. Bislang waren nur mindestens 40 Prozent versprochen worden.

RWE (WKN: 703712)

Die Strategie von RWE ist richtig. An der Börse spiegelt sich die starke Position bei grünen Energien noch nicht entsprechend wider. Der Ausbruch aus dem Seitwärtskorridor scheint eine Frage der Zeit zu sein. Anleger beweisen weiter Geduld und setzen unverändert auf steigende Kurse.

Mit Material von dpa-AFX

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