16.02.2012 Michael Herrmann

RWE: Inter Rao statt Gazprom

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RWE
Trendthema

Der Energieversorger RWE ist weiter auf der Suche nach Kooperationspartnern im Kraftwerksbau. Nach den gescheiterten Verhandlungen mit Gazrpom hat diesbezüglich nun der nächste russische Konzern angeklopft. Die Anleger freut es. RWE ist heute erneut der stärkste Wert im DAX.

Kaum ist eine Kooperation mit Gazprom vom Tisch, kursieren bei RWE bereits die Gerüchte um einen neuen Deal mit einem russischen Energiekonzern. Diesmal hat offenbar der Stromkonzern Inter Rao angeklopft. Der deutsche Energieversorger bestätigte bereits, dass man sich mit Inter Rao auf Arbeitsebene getroffen habe.

Interesse an Unternehmensbeteiligungen

Konkreter wird da schon Inter Rao. Der russische Konzern hat angegeben, dass man am Kauf von Beteiligungen des Essener Energieversorgers interessiert sei. Dass solche Verkäufe anstehen ist bereits seit längerer Zeit bekannt. Bis Ende 2013 will RWE Beteiligungen im Gesamtwert von bis zu elf Milliarden Euro verkaufen.

Gute Nachricht

Das Interesse Inter Raos ist zweifellos eine positive Nachricht für RWE. Die Russen haben wären ein finanzkräftiger und ehrgeiziger Käufer, der einen ordentlichen Preis für die zum Verkauf stehenden Unternehmensteile zahlen dürfte. Gelingt nun auch noch der Sprung über den Widerstand bei 33,36 Euro, dürfte RWE an die Kursrallye der vergangenen Wochen anknüpfen. Für langfristig orientiert Anleger bleibt E.on aber die bessere Option.