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27.05.2020 Marion Schlegel

Roche erzielt Studienerfolg – doch die Aktie fällt …

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Roche

Roche hat mit seinem Augenimplantat-System in einer Phase-3-Studie die gesteckten Ziele erreicht. Wie der Konzern am Mittwoch mitteilte, handelt es sich dabei um ein permanentes, nachfüllbares Augenimplantat von etwa der Größe eines Reiskorns, das über einen Zeitraum von Monaten kontinuierlich eine individuell angepasste Formulierung des Arzneistoffes Ranibizumab (PDS) abgibt.

Getestet wurde dieses System bei Menschen, die an sogenannter neovaskulärer oder "feuchter" altersbedingter Makuladegeneration (nAMD) leiden. Die Studie erreichte ihr Ziel und zeigte, dass Patienten die mit dem PDS-Implantat behandelt wurden und dabei alle sechs Monate eine Nachfüllung erhielten, Sehschärfeergebnisse erzielten. Sie entsprachen denjenigen, die ansonsten bei einer monatlichen Injektion erreicht wurden.

nAMD ist laut Mitteilung weltweit eine der Hauptursachen für die Erblindung von Menschen ab 60 Jahren. Die derzeitige Standardversorgung bei der Erkrankung erfordert, dass die Patienten ihren Augenarzt deutlich häufiger, mitunter gar monatlich aufsuchen, um sich eine Therapie in die Augen injizieren zu lassen.

Die US-Bank JPMorgan hat die Einstufung für Roche auf "Overweight" mit einem Kursziel von 400 Franken belassen. Die neuen Phase-3-Studiendaten zum Therapeutikum gegen altersbedingte Blindheit seien günstig ausgefallen, sp Analyst Richard Vosser in einer am Mittwoch vorliegenden Studie. Allerdings blieben die Daten zum Sicherheitsprofil abzuwarten.

Die Aktie von Roche hat eine extrem starke Entwicklung in den vergangenen Wochen hingelegt. Vor Kurzem hat das Papier bei 357,85 Schweizer Franken ein neues Allzeithoch markiert. Zuletzt ist der Aktie etwas die Luft ausgegangen. Auch am heutigen Mittwoch verliert die Aktie trotz der guten Ergebnisse. Das Papier dürfte nun wohl erst einmal Kraft tanken, um einen erneuten Angriff auf diese Marke zu starten. Im Fokus steht derzeit auch das starke Engagement des Pharmakonzern im Kampf gegen das Coronavirus. Sollte es hier Erfolge zu vermelden geben, dürfte die Aktie natürlich schneller wieder Fahrt aufnehmen. Anleger bleiben an Bord.

(Mit Material von dpa-AFX)